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1 Studienfinanzierung

Frage                

Wie positionieren Sie sich zu Studiengebühren?

Antwort             

Als LINKE lehnen wir Studiengebühren in jeder Form entschieden ab, da sie sozial ungerecht sind. Wir sind dazu unter anderem Mitglied im Aktionsbündnis gegen Studiengebühren. Es ist ein Erfolg für die Protestbewegung, dass mittlerweile alle Bundesländer die allgemeinen Studiengebühren wieder abgeschafft haben.

 

 

Frage                

Unterstützen Sie die Forderung, die allgemeinen Verwaltungsgebühren im Landeshochschulgesetz zu streichen?

Antwort    

Ja. Aus Sicht der LINKEN stellen Verwaltungsgebühren im Prinzip versteckte Studiengebühren dar und sind entsprechend abzulehnen.

 

Frage                

Wie positionieren Sie sich zu staatlich geförderten Studienkrediten?

Antwort   

Die Studienkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau ("KfW-Studienkredite") lehnt DIE LINKE ab. Wer nach Studienabschluss einen Schuldenberg fürchten muss, schreckt oft von vornherein vor der Aufnahme eines Studiums zurück.

 

Frage                

Sollte das BaföG und das Unterhaltsrecht in Richtung einer vom Einkommen der Eltern unabhängigen Förderung geändert werden? Wie ist Ihre Einstellung gegenüber leistungsabhängigen Stipendien? Wie positionieren Sie sich zur Forderung, Aufbaustudiengänge auch von Studiengebühren freizustellen (z.B. der Studiengang „Medien und Bildung“ an der Universität Rostock)?

Antwort  

Immer noch sind Kinder aus nicht-akademischen Familien an Hochschulen deutlich unterrepräsentiert. Um dem entgegenzusteuern brauchen wir eine grundlegende Umgestaltung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG). BAföG muss allen Studierenden ohne Darlehensanteil elternunabhängig und bedarfsdeckend zur Verfügung stehen.

DIE LINKE bekennt sich klar zum BAföG und lehnt die Verlagerung von staatlicher Studienfinanzierung hin zu leistungsbezogenen Stipendien ab. Angesichts der sozialen Spaltung im Bildungswesen muss es die vorrangige Aufgabe des Staates sein, diese soziale Schere zu schließen.

Die Forderung zur Freistellung der Aufbaustudiengänge von Studiengebühren unterstützen wir.

2 Studium

Frage         

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, die Regelprüfungstermine abzuschaffen?

Antwort             

Aus Sicht der LINKEN sollen Studierende eigenverantwortlich für die Planung und Organisation ihrer Arbeitsabläufe verantwortlich sein. In diesem Sinne lehnen wir Regelprüfungstermine ab, zumal sie einen Baustein der voranschreitenden Verschulung darstellen.

 

Frage         

Wie positionieren Sie sich zur Erweiterung von Teilzeitstudium? Wie sollte dies umgesetzt werden?

Antwort    

Ein Teilzeitstudium ist für alle diejenigen eine Alternative, die neben dem Beruf oder Betreuungsaufgaben, wie z.B. der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Menschen, studieren möchten. Daher unterstützt DIE LINKE die Möglichkeit in Teilzeit zu studieren. Zum einen sollte die Möglichkeit aktiver beworben werden, sämtliche Vollzeitstudiengänge auch in Form eines Teilzeitmodells absolvieren zu können. Darüber hinaus ist durch die Hochschulen anzustreben, eigene Teilzeitstudiengänge zu etablieren. Neben guten Beratungsangeboten für individuelle Lösungen ist es darüber hinaus wichtig, auch die speziellen Bedürfnisse von Studierenden im Teilzeitstudium bei Öffnungszeiten der Bibliotheken und anderer Institutionen adäquat zu berücksichtigen.

 

Frage         

Unterstützen Sie die Forderung zum Ausbau internationaler und mehrsprachiger Studienangebote? Welche Vorstellung haben Sie davon?

Antwort    

Ja. Der Internationalisierungsprozess an den Hochschulen im Land trägt dazu bei, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung, Studium und Lehre weiter zu steigern und zugleich Weltoffenheit, interkulturellen Austausch und Willkommenskultur auf dem eigenen Campus zu fördern.

 

Frage         

Sind Sie für einen Hochschulzugang für geflüchtete Menschen? Wie kann dieser Zugang barrierefrei gestaltet werden?

Antwort    

DIE LINKE ist dafür, geflüchteten Menschen unabhängig vom Aufenthaltsstatus einen Zugang zur Hochschule zu ermöglichen. Anstelle formaler Nachweise, die aufgrund der Flucht häufig nicht erbracht werden können, soll der Zugang durch das Ablegen einer Prüfung ermöglicht werden.

 

Frage         

Sind Sie für ein uneingeschränktes Recht auf einen Masterstudienplatz?

Antwort  

Die LINKE setzt sich für eine Garantie für alle Absolventinnen und Absolventen eines Bachelor-Studiums ein, an ihrer Hochschule ein Master-Studium beginnen zu können. Die Studierenden sollen selbst bestimmen können, welches Fach und wo sie studieren und welchen Abschluss sie absolvieren möchten.

 

Frage         

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, den Numerus Clausus abzuschaffen?

Antwort  

DIE LINKE will die Hochschulen öffnen. Wir setzen uns für die Überwindung von Zugangs- und Zulassungsbeschränkungen wie NC, Auswahlgesprächen, IQ-Tests oder Bewerbungsgesprächen ein.

 

Frage         

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, die allgemeine Anwesenheitspflicht abzuschaffen?

Antwort  

Anwesenheitszwang in Lehrveranstaltungen sowie deren Überprüfungen lehnt DIE LINKE grundsätzlich ab. Selbstbestimmtes wissenschaftliches Arbeiten wird nicht durch die Anwesenheit bei Lehrveranstaltungen nachgewiesen.

 

Frage         

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, das Promotionsrecht an Fachhochschulen zu gestatten?

Antwort  

Fachhochschulen haben in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung durchgemacht und ihre Forschung in vielen Bereichen qualifiziert. Diese Entwicklung muss mit einer Veränderung der Kompetenzen von Fachhochschulen einhergehen. Daher plädiert DIE LINKE dafür, alle Möglichkeiten für die Ausweitung des Promotionsrechtes auf geeignete Fachbereiche der Fachhochschulen zu nutzen.

 

Frage         

Unterstützen Sie die Forderung, das Landeshochschulgesetz in Mecklenburg-Vorpommern zu novellieren? Wo sehen Sie den Haupthandlungsbedarf?

Antwort  

Ja. DIE LINKE sieht eine Novellierung des LHG als überfällig an, Korrekturen sind an vielen Stellen angezeigt. Ein Haupthandlungsfeld sieht DIE LINKE darin, Transparenz bei den Drittmitteln zu schaffen. Denn noch immer ist die Hochschulfinanzierung aus dem privat-gewerblichen Bereich nicht transparent. Daher soll eine Drittmittel-Forschungsdatenbank im LHG verankert werden.

3 Lehramt

Frage              

Wie begründen Sie die unterschiedliche Bezahlung der Beschäftigten in den verschiedenen Schulformen?

Antwort           

Eine unterschiedliche Vergütung der Beschäftigten in den verschiedenen Schularten ist weder sachlich noch fachlich zu begründen. DIE LINKE will für Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer die Gehaltsanpassung an die Bezüge der Lehrkräfte im weiterführenden Schulbereich durchsetzen.

 

Frage              

Welche Vor- und Nachteile erkennen Sie im mehrgliedrigen Schulsystem?

Antwort   

Größter Nachteil des mehrgliedrigen Schulsystems ist aus Sicht der LINKEN die immer noch zu frühe Separierung der Kinder, die nicht selten entlang von sozialen Bruchlinien verläuft. Eine ernsthaft betriebene inklusive Schulpolitik wird aus unserer Sicht langfristig in ein eingliedriges Schulsystem münden.

 

Frage              

Wie kann das Thema Inklusion auch in der Lehramtsausbildung verankert werden und welchen Umfang soll dieses Thema dabei einnehmen?

Antwort   

Inklusion und die didaktischen Grundlagen müssen stärker in den Curriculae verankert werden. Dabei ist die Anzahl der Seminare deutlich auszuweiten.

 

Frage              

Wie positionieren Sie sich zur Forderung, Staatsexamen für das Lehramt beizubehalten?

Antwort   

DIE LINKE setzt sich für die Beibehaltung des Staatsexamens ein. Das aktuelle Lehramtsstudium ist allerdings nur noch dem Namen nach ein Staatsexamen, welches immer mehr an die Bachelor-Studiengänge angeglichen wurde. Wir sprechen uns gegen die Verschulung des Lehramtsstudiums aus.

 

Frage              

Wie bewerten Sie den Übergang zwischen dem Lehramtsstudium und dem Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern?

Antwort   

Für viele Absolventinnen und Absolventen stellen sich eine Reihe von Problemen. Hierbei seien nur die Probleme einen Platz für das Referendariat zu erhalten und der sogenannte „Praxisschock“ genannt. Das jetzige Lehramts-Studium bereitet nur unzureichend auf das Referendariat vor. Daher bedarf es einer umfassenden Reform der Lehramtsausbildung, die u.a. mehr Praxis vor dem Referendariat beinhaltet.

 

Frage              

Was wollen Sie unternehmen, um ausgebildete Lehramtsstudierende im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu halten?

Antwort   

Wir halten es für notwendig die Lehrtätigkeit in M-V insgesamt attraktiver zu machen. Dazu gehört die Absenkung der Unterrichtsverpflichtung um eine Wochenstunde. Die Vergütung der Lehrtätigkeiten soll gleichwertig erfolgen. Um unentgeltliche Mehrarbeit auszuschließen, wollen wir die Einrichtung eines Lebensarbeitszeitkontos, in der jede geleistete Überstunde der einzelnen Lehrkraft zu Gute kommt.

 

Frage              

Die Lehrerbedarfsprognose hat festgestellt, dass bis ins Jahr 2030 bis zu 80% der Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern in Rente gehen werden. Minister Brodkorb möchte den Bedarf von Lehrkräften über den Zuzug von Lehrerinnen und Lehrern aus anderen Bundesländern sowie über Aushilfslehrerinnen und Aushilfslehrer lösen. Wie bewerten Sie dieses Vorhaben?

Antwort   

Hier wird die Absurdität besonders deutlich. Einerseits schafft man es nicht die selbst ausgebildeten Lehrkräfte zu binden und zu halten, andererseits sollen externe Kräfte herangezogen werden. In bestimmten Mangelbereichen oder Jahrgängen kann dieses Vorgehen legitim sein, als Lösung der Grundproblematik ist dieses Vorgehen aus unserer Sicht jedoch ungeeignet.

4 Akademische Selbstverwaltung

Frage             

Welche Rolle sollten Studierende bei den Entscheidungsprozessen einer Hochschule spielen? z.B. im Senat, im Rektorat, im Konzil, im Fakultätsrat, in der Berufung, bei der Evaluation

Antwort           

Wir wollen stärkere Mitspracherechte für alle Beschäftigten und Studierenden. Studierende, wissenschaftliche und technisch-administrative Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und Professorinnen/Professoren müssen an den Entscheidungen der Hochschule paritätisch beteiligt werden.

 

Fragen             

Sollte die verfasste Studierendenschaft bundesweit verpflichtend gesetzlich festgeschrieben werden?

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, dass der verfassten Studierendenschaft ein allgemeinpolitisches Mandat zugesprochen werden soll?

Antwort   

Studierende sind die größte Gruppe an der Hochschule. Ihr Recht auf eine Verfasste Studierendenschaft mit allgemeinpolitischem Mandat, Finanz- und Satzungsautonomie muss gesetzlich abgesichert werden.

 

Frage             

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, universitäre Gremien paritätisch zu besetzen?

Antwort   

DIE LINKE setzt sich für die paritätische Besetzung der universitären Gremien durch die Statusgruppen der Hochschulen ein.

 

Frage             

Welchen Stellenwert hat die akademische Selbstverwaltung für Sie?

Antwort   

Die akademische Selbstverwaltung ist eine große Errungenschaft und nimmt daher einen sehr hohen Stellenwert ein. Sie ist zu erhalten und auszubauen.

 

Frage             

Wie stehen Sie zu der Forderung, das Amt der studentischen Prorektorin/des studentischen Prorektors verpflichtend für alle Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern einzuführen?

Antwort  

Die Praxis zeigt, dass sich das Modell der studentischen Prorektorin/des studentischen Prorektors im Sinne der besseren Beteiligung der Studierenden bewährt hat. DIE LINKE unterstützt daher die Forderung, das Amt für alle Hochschulen im Land verpflichtend einzuführen.

 

Frage             

Wie viel und in welchen Bereichen darf das Land bei den Hochschulen steuern? Was verstehen Sie unter Hochschulautonomie?

Antwort  

Die Hochschulautonomie ist ein hohes Gut, welches erhalten bleiben muss. Das Land sollte sich bei der Steuerung der Hochschulen auf das Abstecken von wesentlichen Rahmenbedingungen konzentrieren. Neben der bedarfsgerechten finanziellen Ausstattung gehört aus Sicht der LINKEN im Rahmen mittelfristiger Zielvereinbarungen dazu unter anderem die Gewährleistung guter Arbeit in Forschung und Lehre ebenso wie die gezielte Förderung von Frauen, die noch immer benachteiligt sind.

5 Hochschulfinanzierung

Fragen             

Halten Sie die derzeitige Finanzierung der Hochschulen in Mecklenburg Vorpommern für ausreichend?

Wie viel Prozent des Landeshaushaltes Mecklenburg-Vorpommern sollten in den Bereich Bildung gehen?

 

Wie viel Prozent des Landeshaushaltes Mecklenburg-Vorpommern sollten in die Hochschulfinanzierung gehen?

 

Wie viel Prozent der gesamten Hochschulfinanzierung sollen als Grundfinanzierung bereitgestellt werden?

 

Halten Sie die Grundfinanzierung der Universität Rostock für auskömmlich in Relation zu den ihr zugeordneten Aufgaben?

 

Wie soll die Finanzierung der Hochschulen weiter gesichert werden, ohne dass Stellen            abgebaut werden, nachdem der Hochschulpakt 2020 ausläuft?

 

Wie bewerten Sie den aktuellen Stellenplan des Landes? Sprechen Sie sich für eine Verlängerung des aktuellen Stellenplans nach 2017 aus?

Antwort           

Trotz aller Investitionen in der Vergangenheit sind die Universitäten und Fachhochschulen im Land unterfinanziert. Sie leiden noch immer an einer unzureichenden Grundausstattung. Hierbei verschlechtert sich nicht nur die Betreuung der Studierenden durch die Lehrenden, auch eine Verknappung von Seminaren ist die Folge, die damit nicht mehr allen gleichermaßen zugänglich sind und zunehmend zur ungewollten Verlängerung der Studienzeit führen. Die Festlegung einer prozentualen Höhe ist schwierig, weil auch ein hoher Prozentsatz in einem relativ kleinen Haushalt zu einer zu niedrigen Finanzausstattung führen kann. Aus diesem Grund fordert DIE LINKE eine Anpassung der Finanzierung an den realen Bedarf. Wir treten daher für eine schrittweise Erhöhung der Grundmittel ein, um den Hochschulen eine auskömmliche Finanzierung von Personal, Sachmitteln und Investitionsvorhaben zu gewähren. An diesem Grundsatz muss sich auch ein fortgeschriebener Hochschulpakt Stellenplan orientieren.

 

Fragen             

In welcher Form soll sich der Bund an der Finanzierung der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen?

Wie positionieren Sie sich zur Forderung, das Kooperationsverbot aufzuheben?

Antwort 

DIE LINKE fordert die Abschaffung des Kooperationsverbotes. Damit muss ein angemessener Finanzierungsanteil des Bundes einhergehen.

 

Frage             

Wie stehen Sie generell zur Beteiligung der Wirtschaft an den Hochschulen?

Antwort 

DIE LINKE beurteilt die Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft grundsätzlich positiv. Durch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Forschung können im Idealfall anwendungs- und produktionsorientierte Impulse für die Wirtschaft entstehen. In diesem Zusammenhang sind Beteiligungen von Hochschule und Privatwirtschaft an gemeinsamen wirtschaftlichen Ausgründungen sinnvoll.

 

Frage             

Welche Maßnahmen würden Sie unternehmen, um Transparenz bei der Drittmittelvergabe herzustellen?

Antwort 

Mit der Aufstockung der Grundmittel soll nicht zuletzt auch die Abhängigkeit und der Einfluss von Drittmitteln zurückgedrängt werden. Wir sehen in der Einwerbung von Drittmitteln kein Markenzeichen für Leistungsfähigkeit, vielmehr stellen sie für die Hochschulen ein unkalkulierbares Planungsrisiko dar, die einer sicheren und nachhaltigen Finanzplanung entgegenstehen. Ohne ausreichende Transparenz bedroht die Zahlung von Drittmitteln insbesondere durch die Privatwirtschaft zudem eine freie und unabhängige Forschung und Lehre. DIE LINKE wird sich daher im Rahmen der Novellierung des Landeshochschulgesetzes für die Einführung einer öffentlich zugänglichen Forschungsdatenbank für Drittmittel einsetzen. Hiermit soll sichergestellt werden, dass transparent nachvollzogen werden kann, wer welche Mittel für Projekte zur Verfügung stellt.

 

Frage             

Wie positionieren Sie sich zur Rüstungsforschung oder Dual-Use-Forschung an öffentlichen Hochschulen?

Antwort 

Die Forschung für militärische Zwecke lehnen wir entschieden ab. Wir treten für eine verpflichtende Zivilklausel ein, die gesetzlich im Landeshochschulgesetz verankert werden soll. DIE LINKE fordert zudem eine Forschungsdatenbank für Drittmittel, um nachvollziehen zu können, ob Rüstungsunternehmen Forschungsgelder bereitstellen. Damit würde die Einhaltung der Zivilklausel nachvollziehbar.

 

Frage             

Wie positionieren Sie sich zur Forschung von grüner Gentechnik an Hochschulen?

Antwort 

Die Grüne Gentechnik ist unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen keine Zukunftsoption. Deswegen unterstützen wir die Schaffung von gentechnikfreien Regionen. Die Forschung zu Grüner Gentechnik muss jedoch grundsätzlich möglich sein. Dabei ist es wichtig diese frei von Profitinteressen zu halten und muss deswegen in öffentliche Hand gegeben werden.

 

Frage             

Reicht der aktuelle Baukorridor der Universität Rostock für die verschiedenen Fachbereiche aus? Wenn nein, wo sehen Sie Handlungsbedarf?

Antwort 

Nein, die Lernbedingungen in Rostock müssen verbessert werden. DIE LINKE fordert mehr Mittel für die Instandhaltung, Bauinvestitionen und einen Neubau der philosophischen Fakultät. Die jetzt vorgesehenen und mit rund 330 Millionen Euro untersetzten Maßnahmen begrüßen wir.

6 Soziales

Fragen              

Wie stehen Sie zu der Forderung, die finanziellen Landeszuschüsse an die Studierendenwerke Mecklenburg-Vorpommerns zu erhöhen?

Sollten die Zuschüsse für die Studierendenwerke mögliche Tarifsteigerungen und Inflationsraten mitberücksichtigen?

Welche allgemeinen Handlungsmöglichkeiten und welchen Handlungsbedarf sehen Sie im Hinblick auf den Ausbau der sozialen Infrastruktur (Wohnheime, Mensen, psychosoziale Beratung etc.) der Studierendenwerke?

Antwort           

Eine zentrale Rolle bei der Betreuung der Studierenden und der Bereitstellung von sozialer und kultureller Infrastruktur kommt den Studierendenwerken zu. Diese wurden im Zuge der Novellierung des Studierendenwerksgesetzes in ihren Handlungsmöglichkeiten stark beschnitten. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass die Studierendenwerke auskömmlich finanziert und in ihrer Autonomie gestärkt werden, um ihre Aufgaben unter anderem in den Bereichen studentisches Wohnen, Essensversorgung sowie den Beratungsangeboten im sozialen und psychosozialen Bereich entsprechend den Bedürfnissen der Studierenden bewältigen zu können.

 

Fragen              

Wie bewerten Sie das Vorhandensein von sozialem Wohnraum in Rostock?

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, ein Landesprogramm für sozialen Wohnungsbau zu etablieren?

Antwort       

In Rostock, Greifswald aber auch im gesamten Küstenbereich ist der Wohnungsmarkt für Gering- und Normalverdiener angespannt. Deswegen braucht es in diesen Regionen unbedingt einen neuen sozialen Wohnungsbau. Diesen hat die Landesregierung in den letzten Jahren vernachlässigt, auch indem die dafür vorgesehenen Bundesmittel nicht vollständig für Zwecke der Wohnraumförderung eingesetzt wurden. Die jährlichen Bundesmittel in Höhe von 42 Millionen Euro will DIE LINKE vollständig zweckgebunden als Zuschussförderung einsetzen. Bei der Wiederbelebung des Wohnungsneubaus wollen wir dauerhafte Belegungs- und Mietpreisbindungen.

 

Fragen              

Wie bewerten Sie die Essenpreise der Mensen des Studierendenwerks Rostock?

Wie bewerten Sie die Entwicklung der Landeszuschüsse für die Subventionierung des Essens für Studierende in den letzten 10 Jahren?

Antwort       

Die Einkaufspreise für Nahrungsmittel, Energie und Löhne aufgrund von Tariferhöhungen sind seit 2010 stark gestiegen. Zudem haben wir den Anspruch bei der Mensaverpflegung den Anteil regionaler und nachhaltiger Produkte zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund ist es zunächst nachvollziehbar, das auch Preise für das Essen steigen müssen. Es muss jedoch eine Dynamisierung der Zuschüsse für die Studentenwerke geben, damit Preissteigerungen vermieden oder abgemildert werden. Rostocks Mensa war 2012 „Mensa des Jahres“ und liegt auch in diesem Jahr auf Platz eins der beliebtesten Uni-Mensen. Diesen Qualitätsbeweis wollen wir gerne auch Zukunft ermöglichen.

 

Frage              

Wie positionieren Sie sich zu der Forderung, ein landesweites Semesterticket zu etablieren?

Antwort       

Bei dieser Frage muss berücksichtigt werden, dass je größer das Verkehrsgebiet ist, desto größer wird auch der Finanzierungsbeitrag der Studentinnen und Studenten sein. Insofern sind hier konkret Aufwand und Nutzen abzuwägen. Auch deshalb muss letztlich diese Entscheidung im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung vor Ort getroffen werden.

 

Fragen              

Wie bewerten Sie den aktuellen Stand barrierefreier Infrastruktur an den Hochschulstandorten?

Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um behinderte Studierende an den Hochschulen barrierefrei studieren zu lassen?

 

Wie stehen Sie zur Inklusion von behinderten Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern? Wie kann diese in Bezug auf den Ausbau der barrierefreien Infrastruktur gefördert werden?

Antwort 

Die derzeitige Situation der Barrierefreiheit ist nicht befriedigend. DIE LINKE tritt für einen Abbau von bestehenden Barrieren ein. Auch müssen die Benachteiligungen für Studierende mit Behinderung ausgeräumt werden. Die Schaffung chancengleicher Studien- und Prüfungsbedingungen ist unser Ziel.

7 Sonstiges

Fragen             

Sind Sie für verbindliche Zielquoten zur Gleichstellung von Frauen, Behinderten, Migrantinnen und Migranten und anderen strukturell benachteiligte Gruppen an Hochschulen?

Wie bewerten Sie die Diskrepanz zwischen Frauen beim Studienbeginn und in der Wissenschaft? Welche Ursachen sehen Sie darin? Wie erklären Sie den degressiven Verlauf des Vorhandenseins von Frauen in höheren Wissenschafts- und Universitätsebenen?

Wie sieht Ihr Konzept für eine inklusive Hochschule aus? Welche Personengruppen werden hierbei angesprochen?

Antwort           

DIE LINKE steht für eine verbindliche Zielquote bei der Gleichstellung der Geschlechter. Auch im Bereich der Wissenschaft sowie der allgemeinen Verwaltung wollen wir den Anteil von Frauen in Führungspositionen schrittweise auf mindestens 50 Prozent erhöhen. Insgesamt tritt DIE LINKE dafür ein, dass Zugangshürden gesenkt werden. Dies betrifft verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und fängt bei einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben an, die die Kostenfreiheit des Kitabesuchs notwendig beinhaltet.

Als LINKE lehnen wir Studiengebühren in jeder Form entschieden ab, da sie eine weitere Barriere darstellen und sozial ungerecht sind. Das gilt auch für die Verwaltungsgebühren, die aus unserer Sicht nichts anderes als versteckte Studiengebühren darstellen.

Die soziale Zusammensetzung der Studierendenschaft macht deutlich, dass von Chancengerechtigkeit in den Hörsälen keine Rede sein kann. Noch immer hängt das Studium zu sehr vom Geldbeutel der Eltern ab. DIE LINKE tritt daher für eine weitere Öffnung der Hochschulen ein. Sie muss für breite Schichten der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Wir fordern daher den Zugang zur Hochschule auch jenseits des Abiturs weiter zu öffnen. Um die Bildungsdurchlässigkeit weiter zu erhöhen, wollen wir jedem Bachelorabsolventen die Möglichkeit geben, an seinem Studienort einen Master zu machen. Den Numerus Clausus als Instrument zur Feststellung der Studierfähigkeit halten wir für ungeeignet, er gehört daher abgeschafft.

DIE LINKE befürwortet die Einführung eines elternunabhängigen und bedarfsgerechten BaföGs, um allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zum Studium zu ermöglichen. Die Rückzahlung nach dem Studium darf keine Schuldenfalle werden.

DIE LINKE tritt für einen Abbau von bestehenden Barrieren und Benachteiligungen für Studierende mit Behinderung und die Schaffung chancengleicher Studien- und Prüfungsbedingungen ein.

Wir möchten auch mehr ausländischen Studierenden die Möglichkeit geben, in Mecklenburg-Vorpommern zu studieren. Hierfür müssen entsprechende Programme finanziert werden. Weiterhin muss es viel schneller möglich sein, geflüchteten Menschen den Zugang zum Studium zu ermöglichen. Anstelle von Zeugnissen und Urkunden, die aufgrund der Flucht häufig nicht erbracht werden können, soll der Zugang durch das Ablegen einer Prüfung ermöglicht werden.

Ergänzungen August 2016

Frage

Denken Sie, dass die vereinbarten Ziele im Bereich der Lehramtsausbildung dem aktuellen Bedarf gerecht werden?

Antwort

Die aktuelle Zielvereinbarung zwischen dem Land und den Hochschulen hält DIE LINKE für nicht ausreichend. Darin wird nicht genügend Vorsorge für den steigenden Bedarf an Lehrkräften getroffen. Erschwerend kommt hinzu, dass derzeit die Hälfte der Lehramtsstudenten ihre Ausbildung abbricht. Dies hat vielfältige Ursachen, deren Lösung ebenfalls in Angriff genommen werden muss.


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