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Würdige Gedenkkultur erforderlich!

Kreisvorsitzender Wolfgang Methling

Anlässlich der heutigen Gedenkfeier für den ermordeten Mehmet Turgut in Rostock erklärt der migrationspolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Hikmat Al-Sabty:

 

„Jahrelang wurden die Verbrechen des rechtsextremistischen NSU durch die Ermittlungsbehörden falsch eingeordnet und im Rahmen von Schutzgelderpressungen und Mafiamorden erklärt. Die Opfer wurden dadurch kriminalisiert und deren Familienangehörige und Freunde stigmatisiert.

Anlässlich der heutigen Gedenkfeier für den ermordeten Mehmet Turgut in Rostock erklärt der migrationspolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Hikmat Al-Sabty: 

„Jahrelang wurden die Verbrechen des rechtsextremistischen NSU durch die Ermittlungsbehörden falsch eingeordnet und im Rahmen von Schutzgelderpressungen und Mafiamorden erklärt. Die Opfer wurden dadurch kriminalisiert und deren Familienangehörige und Freunde stigmatisiert. 

Heute stehen wir vor den Fragen: 

  • Wie kann bei künftigen Ermittlung Leid für Angehörige vermieden werden?
  • Haben die Sicherheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern Gespräche mit Verwandten und Freunden von Mehmet Turgut gesucht?
  • Hat der Mord an Mehmet Turgut bei den Behörden eine neue Sensibilität ausgelöst?
  • Wie steht es um die interkulturelle Kompetenz unserer Beamtinnen und Beamten in den Ermittlungsbehörden? 

Die Stadt Rostock tut sich leider schwer mit dem Gedenken an Mehmet Turgut. Der Ortsbeirat  Dierkow hat die Umbenennung des Neudierkowerweges in Mehmet-Turgut-Weg abgelehnt. Das ist unsolidarisch den Angehörigen und den Migrantinnen und Migranten gegenüber.  

Wenn wir weiterhin Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gegen Fremdenfeindlichkeit und Alltagsrassismus einfordern, dann brauchen wir eine würdige Gedenkkultur, müssen Politik und Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen. Einem Menschen, der in dieser Stadt lebte und arbeitete, einem Menschen, der in dieser Stadt ermordet wurde, muss nach seinem Tod mit Anerkennung und Respekt begegnet werden. Während in der Stadt Kassel ein Platz nach dem Namen des neunten NSU-Opfers Halit Yozgat benannt wurde, warten wir in Rostock bislang vergeblich auf diese Geste des Gedenkens.

Ich erwarte eine würdevolle Erinnerung an Mehmet Turgut und einen respektvollen Umgang mit seinen Familienangehörigen und Freunden.“


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