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Torsten Koplin

Weltgesundheitstag: Wir sind an einem Wendepunkt angelangt

Photo by Martin Sanchez on Unsplash

Der heutige Weltgesundheitstag steht unter einem besonderen Vorzeichen. Auf der ganzen Welt ringen Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger und mit ihnen viele Beschäftigte in Forschung, Pharmazie und Medizintechnik um unser aller Gesundheit. Diejenigen, die unmittelbar mit Erkranken zu tun haben und diejenigen, die Menschen mit hohen gesundheitlichen Risiken betreuen, spüren in besonderer Weise wie groß die Versäumnisse in einem Gesundheitssystem sind, das von den seit Jahren hierzulande Regierenden auf Rendite gebürstet wurde.

Am deutlichsten wird dies mit Blick auf fehlende Schutzkleidung. So erfuhren wir eben heute, dass in einem großen Krankenhaus dieses Landes eine Chefärztin, auf eigene Rechnung die erforderlichen Schutzmasken der Güteklasse FFP3 kaufte, um ihre Kolleginnen, Kollegen und sich zu schützen. Ein unhaltbarer Zustand! Ebenso unhaltbar, wie die unangemessene Bezahlung vieler Pflegekräfte und Beschäftigte im nichtmedizinischen Bereich der Krankenhäuser.

Die zahlreich Engagierten vollziehen innerhalb des Gesundheitswesens Arbeiten, die der Reparatur eines Wasserhahns gleichkommt, ohne , dass der Haupthahn zugedreht wäre.

Es dürfte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass wir an einem Wendepunkt angekommen sind. Nun gilt es, jetzt das Erforderliche zu tun und zugleich vorsorglich zu handeln.

DIE LINKE Mecklenburg-Vorpommern erwartet von der Landesregierung und den zuständigen Behörden, dass umgehend die Anstrengung zur Beschaffung von Schutzmaterial verstärkt wird. Gleichzeitig muss soll sich unser Land als Produktionsstandort für Schutzmaterial gegenüber dem auf Bundesebene gebildeten Stab zur Herstellung einer souveränen Schutzmaterial-Produktion anbieten. Darüber hinaus muss unser Bundesland spätestens nach überstandener Pandemie eine eigene Notfallreserve für Schutzmaterial und Desinfektionsmittel anlegen.

Denjenigen, die jetzt unmittelbar gegen das Corona-Virus und seine Auswirkungen kämpfen, soll sofortig eine bessere Bezahlung zuteilwerden. Wir erwarten, dass sich die Landesregierung auf Bundesebene für einen Zuschlag von monatlich 500 Euro mehr Grundgehalt einsetzt.

Weiterhin erwarten wir, dass zur Absicherung der wohnortnahen gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung Vorkehrungen getroffen werden, um Krankenhäuser wieder in das Eigentum der öffentlichen Hand zurückführen zu können.            

Und wir erwarten, dass die gesundheitliche Aufklärung, vor allem in Bezug auf Prävention, verstärkt wird.