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Impfpflicht rettet Leben

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Nach ansteigender Zahl von Masernerkrankungen erneuert DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern ihre Forderung nach einer Impfpflicht.

 

„Masern sind keine Lappalie, sondern eine ernstzunehmende und gefährliche Krankheit mit einer hohen Ansteckungsgefahr. Es geht um den Schutz unserer Kinder und unserer Mitmenschen, sowohl hierzulande als auch im Ausland, beispielsweise im Urlaub“, so der Landesvorsitzende Torsten Koplin.

 

Und weiter: „Wer seine Kinder impfen lässt, rettet Leben und verhindert Folgeschäden. Wir fordern daher weiterhin eine allgemeine Impfpflicht für die dringenden Impfempfehlungen des Robert-Koch-Instituts für alle Kinder bis 14 Jahre, es sei denn medizinische Indikatoren sprächen dem entgegen.“

Die Landesvorsitzende Wenke Brüdgam kritisiert die Forderung der Grünen im Bundestag, anstatt einer Impfpflicht, die öffentlichen Gesundheitsdienste in die Pflicht zu nehmen: „Das ist realitätsfern und zeugt davon, dass sie keine Ahnung vom Zustand des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Flächenländern haben“. Die Gesundheitsämter leiden unter Personalmangel und schlechter Ausstattung. 

 

Hintergrund: 

In den letzten Jahren gab es einen ernstzunehmenden Anstieg von Masernerkankungen. Das Robert Koch Institut registrierte in den ersten drei Monaten des Jahres bereits 170 Masernfälle - im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum, wo es nur 62 Erkrankungen gab. In Deutschland, so das Robert-Koch-Insitut, gibt es jährlich rund 5.500 Masernfälle, 100 davon endeten tödlich. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor weltweit gestiegenen Fallzahlen (30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Auch in Europa ist der Anstieg alarmierend: Im Jahr 2017 wurden 23.927 erkrankte Menschen registriert – 2016 waren es nur 5273.