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Jeannine Rösler

Jahrgang: 1970

aktuelle Tätigkeit:
Mitglied des Landtages

politische Kompetenzfelder:
Haushalts-, Finanz- u. Steuerpolitik, Kommunalpolitik u. -finanzen, Wirtschaftspolitik, ländliche Räume

ehrenamtliches/politisches/soziales Engagement:

  • Vorsitzende DIE LINKE. Kreisverband PUR
  • Mitglied der Kuratorien Stiftung „Zentrum für Friedensarbeit –Anklam“ und Ehrenamtsstiftung M-V; Vorsitzende des Kommunalpolitischen Forums M-V e.V.
  • Mitglied im Kreistag Vorpommern-Greifswald, Finanzausschuss und AR Verkehrsgesellschaft (VVG); Mitglied im  Jugendweiheverein M-V, Tierparkverein Wolgast, Schulförderverein Pommernmäuse, Feuerwehrförderverein, Verein Weiße Schule Tutow, BI Lebensraum Vorpommern

Als stellv. Bürgermeisterin u. Vors. des Kultur- u. Sozialausschusses der Gemeinde Tutow bin ich vor Ort verankert und erlebe hautnah die finanziellen Zwänge. Wir brauchen in den Kommunen dringend mehr Spielräume und gut aufgestellte Verwaltungen. Seit sechs Jahren engagiere ich mich als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Tutow-Bentzin. Aus eigener Erfahrung weiß ich, was hier geleistet wird. Wichtig sind mehr Anerkennung und Unterstützung bei Ausrüstung und Ausbildung.
Seitdem bekannt wurde, dass die letzte Industriemühle im Land schließt, setze ich mich in der BI „Rettet die Jarmener Mühle“ dafür ein, dass das Mehl auch künftig aus der Region kommt. Ich unterstütze dieses Anliegen, so gut ich kann. Ohne den hartnäckigen kreativen Protest der Initiative wären die Verantwortlichen in der Landespolitik wohl kaum aktiv geworden.

Vorstellung

Wann, wenn nicht jetzt!? Kurz nach dem Abi, mit den ersten ernüchternden Erfahrungen und dem Anschluss der DDR an die BRD gab es gute Gründe, mich verstärkt politisch links zu engagieren und in die PDS einzutreten. Abgehalfterte Westimporte, chaotische Zustände, der unsägliche Umgang mit Rektor Heiner Fink und anderem wissenschaftlichem Personal der Humboldt-Uni Berlin ließen mich zur FHTW in Karlshorst wechseln. Meine Diplomarbeit schrieb ich zum „Schiffbau in MV“, ein krisengetriebenes Thema, das mich bis heute nicht loslässt und daran erinnert, dass die Weichen im Schiffbau seit Mitte der 90er Jahre falsch gestellt wurden. Seither begleiten uns Diskussionen über Sinn und Zweck von Werften-Subventionen. In der Linksfraktion im Landtag MV war ich ab 1999 mehr als zehn Jahre Referentin für Haushalts-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. Harte Auseinandersetzungen, etwa zum Landeshaushalt, zum kommunalen Finanzausgleich, aber auch zur Steuerreform oder zur Schuldenbremse, haben mich politisch und fachlich geprägt.

Seit 2011 vertrete ich die Regionen Demmin, Anklam, Wolgast und die Insel Usedom als Mitglied des Landtages. Auf meine gute regionale Vernetzung will ich aufbauen und die Arbeit fortsetzen. Engagement vor Ort und im Landtag wirkt. So sieht es etwa für die Zukunft einer Jarmener Mühle und den Erhalt regionaler Wertschöpfung optimistisch aus. Für Städte und Gemeinden gibt es wieder eine kommunale Infrastrukturpauschale. Es ist mein Ziel, kommunale Selbstverwaltung zu stärken und die Politik der goldenen Zügel zurückzudrängen. Die Folgen der Corona-Krise erhöhen den Druck auf den Landeshaushalt massiv. Kürzungen, etwa in der Bildung, der Daseinsvorsorge oder im sozialen Bereich, gilt es zu verhindern. Stattdessen müssen Versäumnisse der letzten Jahre aufgeholt und viel stärker in die Zukunft investiert werden. Wir zeigen auch im Landtag M-V immer wieder auf, wie all das finanziert werden kann. Es ist kein Naturgesetz, dass die Superreichen stets verschont bleiben und entspannt durch die Krise segeln können.