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Eva-Maria Kröger

Jahrgang: 1982                     

aktuelle Tätigkeit:
Mitglied des Landtages M-V

politische Kompetenzfelder:
Kultur, Wohnen, Medien, Digitalisierung, Bestattungsrecht und –Kultur, Rechte der queeren Community

ehrenamtliches/politisches/soziales Engagement:

  • Mitglied des Kreisvorstandes DIE LINKE.Rostock (Kreisvorsitzende seit 2014)
  • Mitglied der Rostocker Bürgerschaft seit 2009 (Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der Bürgerschaft seit 2010)
  • Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE.M-V seit 2018
  • Mitglied des Christopher-Street-Day e.V. Rostock (Finanzvorstand)

 

Liebe Genossinnen und Genossen,                                        

als in Mecklenburg-Vorpommern die Theaterkrise wütete und wir alle dafür gekämpft haben, dass keine Spielstätte geschlossen und keine Sparte abgebaut wird, zu dieser Zeit habe ich für immer verinnerlicht, wie wichtig Kultur für unser Zusammenleben ist. Das war eine harte und anstrengende Zeit und auch wenn die so genannte „Theaterreform“ vom Tisch ist, ist immer noch nicht alles in trockenen Tüchern. Auch die jetzige Krise hat wieder bewiesen, wie sehr Kultur fehlt, wenn sie nicht stattfindet. Und wie schnell sie in Gefahr gerät, wenn die Kassen knapper werden. In den letzten Monaten habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Kulturszene keinen unheilbaren Schaden nimmt und dieses Engagement möchte ich fortsetzen. Denn noch ist der Kampf für unsere Kulturschaffenden nicht vorbei. Auch wenn bisher noch keine Einrichtung aufgegeben wurde, müssen wir weiter bangen um jede einzelne Kulturschaffende, um jede Initiative, jeden Verein, jedes Haus und jedes Festival. Das Land muss Hilfen zur Verfügung stellen und es muss den Kommunen ihre kulturpolitische Hoheit überlassen, statt wieder Forderungen nach Einsparungen zu erheben. Und zwar überall in M-V!

„Überall in M-V? Kannst Du das überhaupt verstehen?“ – Da ich aus Rostock komme, im Landtag aber natürlich das ganze Land betrachtet wird, bezweifelt man ab und zu, dass ich die Sorgen des ländlichen Raumes verstehen könnte. Eine Städterin will wissen, wie es uns geht!? Nein, ich habe nie selbst erlebt, wie es ist, auf dem Land oder in einer kleinen Gemeinde zu wohnen. Aber würden wir einer Genossin vom Land absprechen, sich in die Probleme einer mehrköpfigen Familie hineinversetzen zu können, die in Rostock mit 70 anderen Personen um eine Wohnung kämpft, die mehr als 10, 12 oder sogar 14 Euro pro Quadratmeter kostet? Ich denke nicht. Solidarisch und links zu denken, hängt nicht vom Wohnort ab. Apropos: In M-V gibt es Orte, in denen Menschen mit geringen Einkommen es schwer haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Dazu gehören beispielsweise Städte wie Greifswald und Rostock sowie touristische Hochburgen. Doch im ländlichen Raum, der mit Leerstand, verschuldeten Wohnungsunternehmen, fehlenden barrierefreien Wohnungen und einem Mangel an anderen Infrastrukturen zu kämpfen hat, ist die Zukunft des Wohnens eine enorme Herausforderung. Ich möchte mich weiterhin für Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen und junge Leute einsetzen, damit Wohnen auch als Grundrecht gelebt wird und nicht der Marktfrage unterworfen ist. Das sollte überall so sein. In der Stadt und auf dem Land!