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Nr. 8 - Sofortprogramm für die Pflege

© Foto: Rike / pixelio.de
Das Problem

Bereits heute herrscht in der Pflege Personalmangel. Tausende Stellen für Pflegekräfte sind in M-V nicht besetzt. Allein in den Krankenhäusern fehlen etwa 1.700 Pflegekräfte. Da sich die Zahl der Pflegebedürftigen weiter erhöht, wächst auch der Personalbedarf. Experten rechnen für M-V allein in der Altenpflege mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 13.700 Vollzeitpflegekräften bis zum Jahr 2030.

Unser Ziel

Die Attraktivität der Pflegeberufe ist zu erhöhen. Mehr Menschen müssen für eine Pflegeausbildung und eine Beschäftigung als ausgebildete Pflegekräfte in den Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Altenpflege von Mecklenburg-Vorpommern gewonnen werden. Hierzu muss das Berufsbild insgesamt attraktiver gemacht werden. Die bestehenden Hürden für die Aufnahme einer Pflegeausbildung sind zu beseitigen.

Wie wir es erreichen wollen

Wir wollen die Voraussetzungen für 2.500 zusätzliche Auszubildende in den Pflegeberufen in den nächsten fünf Jahren schaffen. Wir wollen durchsetzen, dass kein Schulgeld für die Pflegeausbildung an Schulen in freier Trägerschaft erhoben wird. Des Weiteren wollen wir die Ausbildungskapazitäten für die Pflege an den staatlichen Schulen erweitern. Eine Verbesserung der Ausbildungsqualität ist sowohl im praktischen als auch im schulischen Teil notwendig. Besonders dringlich sind ein verbesserter Personalschlüssel für stationäre Pflegeeinrichtungen und die Wiedereinführung von Mindestpersonalvorgaben für die Pflege in Krankenhäusern. Wir setzen uns dafür ein, dass der Pflegemindestlohn bundesweit einheitlich ist und mindestens dem Niveau der alten Bundesländer entspricht. Wir streben eine höhere Wertschätzung der Pflegearbeit in den Pflegesatz- und Gebührenverhandlungen durch die Kranken- und Pflegekassen an und setzen uns für die Stärkung der gewerkschaftlichen Organisation der Beschäftigten in der Pflege ein.

Kosten
    • die Finanzierung der Schulgeldbefreiung erfolgt durch eine Ausbildungsumlage und ist somit kostenneutral
    • Für den Landeshaushalt wird lediglich die Ausweitung der staatlichen Ausbildungskapazitäten finanzwirksam: für mehr Ausbildungskräfte veranschlagen wir einen jährlichen Mehrbedarf von bis zu einer Million Euro