Militante Nazi-Gruppen zerschlagen

Zur heutigen bundesweiten Razzia gegen Mitglieder der extrem rechten Vereinigungen „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Michael Noetzel:  

„Der Schlag gegen die Nazi-Gruppen ‚Jung & Stark‘ und ‚Deutsche Jugend Voran‘ ist notwendig und lange überfällig. Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass sie ihren braunen Gesinnungskameraden der selbsternannten ‚Letzten Verteidigungswelle‘ in nichts nachstehen. Diese Generation an Nachwuchsnazis tritt völlig enthemmt auf und ist hochgefährlich. Jung, brutal, rechtsradikal – das beschreibt die jungen Hitlerfans unabhängig davon, welcher dieser Gruppen sie sich zugehörig fühlen.

Es ist nicht überraschend, dass auch Mecklenburg-Vorpommern von der bundesweiten Razzia betroffen ist. Mitglieder dieser kriminellen Zusammenschlüsse traten hier wiederholt öffentlich in Erscheinung. Auch war mindestens ein Neonazi aus Wismar bereits an Gewalttaten einschlägiger Personenkreise in Berlin beteiligt, wie das Recherche-Portal ‚oben-rechts‘ bereits im Mai 2025 berichtete. 

Wir müssen im Auge behalten, ob ‚Der Dritte Weg‘ nach dem heutigen Schlag des Generalbundesanwalts erneut als Auffangbecken für militante Neonazis fungiert. Beispiele hierfür gibt es im gesamten Bundesgebiet genug. Auch die Kontakte zwischen den gewaltbereiten Jung-Nazi-Gruppen und der Scheinpartei sind hinlänglich bekannt. Dieser Missbrauch des Parteienprivilegs muss konsequent unterbunden werden.“