Kleinere Gruppen – größere Förderung: Zukunftsplan Kita ist gemeinsamer Erfolg von Rot-Rot und Volksbegehren
Zur heutigen Aktuellen Stunde „Kleinere Gruppen – größere Förderung – Zukunftsplan Kita für Mecklenburg-Vorpommern“ erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Jeannine Rösler:
„Der Zukunftsplan Kita ist ein starkes Signal an Familien, pädagogische Fachkräfte und vor allem an unsere Kinder: Mecklenburg-Vorpommern investiert in gute frühkindliche Bildung – und zwar gemeinsam. Denn diese Einigung ist kein Erfolg einzelner Akteur:innen. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Rot-Roten Koalition aus SPD und Die Linke gemeinsam mit den Initiator:innen des Volksbegehrens, Gewerkschaften, Elternvertretungen, kommunalen Spitzenverbänden und Kita-Trägern. Der Zukunftsplan zeigt, dass demokratisches Engagement und verantwortungsvolle Regierungsarbeit konkrete Verbesserungen schaffen können.
Das Volksbegehren war ein wichtiger und legitimer Impuls für eine Debatte über Qualität, Arbeitsbedingungen und die Zukunft frühkindlicher Bildung. Dieses Engagement verdient Respekt. Die Herausforderungen sind real: Sinkende Kinderzahlen sorgen vielerorts für Unsicherheit. Doch unsere Antwort lautet nicht: weniger Kinder gleich weniger Personal. Im Gegenteil: Weniger Kinder müssen mehr Zeit für jedes einzelne Kind bedeuten – mehr Förderung, mehr Aufmerksamkeit und mehr Qualität. Genau darin liegt die Stärke dieses Zukunftsplans.
Und diese Verbesserungen sind konkret: Bereits ab Januar 2027 ändert sich in der Krippe das Fachkraft-Kind-Verhältnis von 1:6 auf 1:5, im Hort folgt ab August 2027 die Absenkung von 1:22 auf 1:21. Ab 2028 wird der Schlüssel im Kindergarten auf 1:13 verbessert, im Hort ab 2029 auf 1:20. Diese Zahlen bedeuten im Alltag auch eine spürbare Entlastung für die Fachkräfte.
Gleichzeitig sendet der Zukunftsplan eine wichtige Botschaft an die Beschäftigten. Statt Stellenabbau setzen wir auf Beschäftigungssicherung und neue Perspektiven – etwa in Schulen, der Schulsozialarbeit oder der Kinder- und Jugendhilfe. Gute Kitas brauchen gute Fachkräfte – und gute Fachkräfte brauchen Sicherheit. Wichtig ist zudem: Mecklenburg-Vorpommern hält an der beitragsfreien Kita fest. Gute Qualität und soziale Gerechtigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Finanziert wird der Zukunftsplan ohne Mehrbelastungen für Eltern oder Kommunen aus freiwerdenden Bundesmitteln nach dem Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz (AAÜG).
Für Die Linke ist klar: Gute Bildung beginnt in der Kita. Der Zukunftsplan ist deshalb ein weiterer wichtiger Schritt zu besseren Chancen für jedes Kind in Mecklenburg-Vorpommern – denn kleinere Gruppen bedeuten größere Förderung.“
