Gleiches Geld für gleiche Arbeit – Berufliche Perspektiven in MV schaffen – Das muss drin sein
Zur Pressemeldung des Statistischen Amts Mecklenburg-Vorpommern zur Einkommenssituation privater Haushalte erklärt Heidrun Bluhm, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern:
Einmal mehr bestätigt sich mit den Zahlen des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zum verfügbaren Einkommen je Einwohner für das Jahr 2013, dass unsere Forderungen nach guter Arbeit und guten Löhnen wichtig für die Lebenssituation und die Zukunft der Menschen hierzulande sind.
Zur Pressemeldung des Statistischen Amts Mecklenburg-Vorpommern zur Einkommenssituation privater Haushalte erklärt Heidrun Bluhm, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern:
Einmal mehr bestätigt sich mit den Zahlen des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zum verfügbaren Einkommen je Einwohner für das Jahr 2013, dass unsere Forderungen nach guter Arbeit und guten Löhnen wichtig für die Lebenssituation und die Zukunft der Menschen hierzulande sind.
Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern haben im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt (20.478 Euro) weiterhin ein Fünftel weniger Geld (16.874 Euro) für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung. Der Einkommensunterschied hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Beschäftigte aus Mecklenburg-Vorpommern erhalten nur 79 Prozent des Bundesdurchschnittslohnes. Das verfügbare Einkommen je Einwohner berücksichtigt zudem auch Einkommen aus Selbständigkeit oder Vermögen sowie Sozialbeiträge und Sozialleistungen. Dabei werden ebenfalls Unterschiede deutlich: In Mecklenburg-Vorpommern machen Vermögenseinkommen nur 14,3 Prozent (Bundesschnitt: 19 Prozent) und empfangene Sozialleistungen 15,5 Prozent des verfügbaren Einkommens (bundesweit nur 13,4 Prozent) aus.
Eine Folge ist, dass auch im Jahr 25 nach der Wiedervereinigung zwölf Prozent (72.500) der Beschäftigten aus Mecklenburg-Vorpommern zur Arbeit über die Landesgrenze hinweg pendeln. Die meisten würden gerne beruflich zurückkehren. Doch dafür stimmen die Rahmenbedingungen - Jobsicherheit, Aufstiegsmöglichkeiten, tarifliche Bezahlung, Betriebsklima – nicht.
Heidrun Bluhm dazu: „8,50 Euro Mindestlohn sind ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Dabei darf es jedoch nicht bleiben. Mit Blick auf die Rente sind mindestens 10 Euro notwendig. Es braucht eine Renaissance der Tarifverträge. Gute Arbeitsbedingungen, betriebliche Gesundheitsförderung sowie gute, bezahlbare Kinderbetreuungsangebote müssen dazu kommen, um Menschen zur Aufgabe ihres Pendlerdaseins zu bewegen. Befristungen, unfreiwillige Teilzeit und Leiharbeit sind dagegen kein Angebot. Mecklenburg-Vorpommern ist dann eine berufliche Alternative, wenn drei Dinge zusammenkommen: Gute Arbeit. Gute Löhne. Gutes Leben.Das muss drin sein!“
Solange jedoch Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern immer noch Arbeitnehmer_innen zweiter Klasse sind, bringen Pendlerbriefe und Rückholaktionen an Bahnhöfen der rot-schwarzen Landesregierung wenig. „Befristung, Leiharbeit und unfreiwillige Teilzeit müssen gestoppt werden. Wir brauchen eine Mindestsicherung ohne Sanktionen statt Hartz IV Und nicht zuletzt muss Arbeit umverteilt werden, um Dauerstress und Existenzangst zurückzudrängen.“ so Bluhm weiter.
Zur Information:
Derzeit verteilen im Rahmen der Aktionswoche (8. bis 14. Juni) zu unserer Kampagne „Das muss drin sein.“ Mitglieder der LINKEN an großen Bahnhöfen im ganzen Land Pendlertüten und wollen mit den Pendlern ins Gespräch kommen, dass es anders geht und welche Alternativen DIE LINKE sieht. Die Pendler, die per Auto unterwegs sind, wollen wir zumindest optisch auf das Problem aufmerksam machen.
