Gewalt aufs Schärfste verurteilen – Solidarität mit den Opfern

Zu dem mutmaßlich rassistischen Angriff auf zwei Mädchen in Grevesmühlen erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel:

„Was zur Hölle ist in unserem Bundesland los? Der rassistische Angriff in Grevesmühlen ist an Niederträchtigkeit nicht zu überbieten. Angesichts einer derart grausamen und feigen Tat fehlen mir schlicht die Worte. Wir stehen fest und solidarisch an der Seite der Betroffenen und wünschen den Mädchen und ihrer Familie, dass ihre inneren und äußeren Wunden schnell verheilen.

Dieser Angriff ist Ausdruck einer nationalistischen und rassistischen Enthemmung auf den Straßen, vor der nach dem zurückliegenden Wahlsonntag viele gewarnt und noch mehr befürchtet haben. Und es tritt offenbar das ein, was Szenekenner seit Jahren vorhergesagt haben.

Nicht nur in Grevesmühlen, auch in Schwerin, Rostock und anderen Orten des Landes fühlen sich rassistische und nazistische Täter offenbar zunehmend ermutigt und ermächtigt zuzuschlagen. Angestachelt durch rassistische Hetze in den Parlamenten und einer Diskursverschiebung nach rechts, die sich in den jüngsten Wahlergebnissen niederschlägt, sind Volksverhetzung und tätliche Angriffe die Folge.

Dort, wo faschistische Kräfte stark sind und Zuspruch erfahren, hat dies konkrete Folgen für Menschen und ihre körperliche Unversehrtheit. Wir müssen solche Gewalttaten aufs Schärfste verurteilen und alles tun, diesen Trend zu stoppen, damit wir uns nicht bald in einer Neuauflage der ‚Baseballschlägerjahre‘ wiederfinden. Erforderlich sind Widerspruch und Widerstand auf allen Ebenen – kein Kuscheln und keine Zusammenarbeit mit Rassisten!“