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"Flüchtlinge sind viel zu teuer!"

"Flüchtlinge kriegen mehr als Hartz-IV-Empfänger!"

Solidarität statt Rassismus

Das gesellschaftliche Klima wird durch Pegida-Aufmärsche und die AfD immer weiter vergiftet. Die Probleme in unserem Land gab es auch ohne die Flüchtlinge und haben ihre Ursache in der verfehlten und unsozialen Politik der Regierung. Mit Umverteilung sind die Probleme lösbar. Rassismus dagegen ist keine Lösung, sondern ein zentrales Problem. 

Vorurteile und Fakten zum Thema Asyl

1. Vorurteil: »Deutschland kann nicht alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen«

60 Mio. Menschen befinden sich derzeit auf der Flucht. Die Hauptherkunftsländer zeigen die Kriegs- und Krisenregionen der Welt: Syrien (3,9 Mio. Flüchtlinge außerhalb des Landes), Afghanistan (2,6 Mio.) und Somalia (1,1 Mio.).
Fast zwei Drittel der Flüchtlinge bleiben im eigenen Land. Nur eine kleine Minderheit (14 Prozent) schafft es in die reichen industrialisierten Länder. Die meisten Flüchtlinge lebten Ende 2014 in: Türkei (1,6 Mio.), Pakistan (1,5 Mio.), Libanon (1,2 Mio.), Iran (1 Mio.). Werden die Bevölkerungsgröße oder Wirtschaftskraft berücksichtigt, taucht Deutschland auf der Liste der 15 Länder mit den weltweit meisten Flüchtlingen gar nicht auf. In Europa lag Deutschland im Jahr 2014 mit 2,5 Asylsuchenden pro tausend Einwohnern auf Platz 8 (an der Spitze: Schweden, Ungarn, Österreich).
Alle in Deutschland lebenden anerkannten Flüchtlinge, Asylsuchenden und Geduldeten machten Mitte 2015 insgesamt etwa 750.000 Personen aus. 1997 waren es mit über einer Million noch deutlich mehr – bei einer Bevölkerung von mehr als 80 Mio. Menschen.
Davon, dass alle Flüchtlinge der Welt nach Deutschland kommen, kann also keine Rede sein. Deutschland ist ein reiches Land – es kommt auf die gerechte Verteilung dieses Reichtums an!

2. Vorurteil: »Die meisten Asylsuchenden sind Wirtschaftsflüchtlinge«

Im ersten Halbjahr 2015 erhielten 36 Prozent aller Asylsuchenden vom Asyl-Bundesamt einen Schutzstatus zugesprochen, meist nach der Genfer Flüchtlingskonvention.
37 Prozent wurden abgelehnt, bei 27 Prozent gab es formelle Entscheidungen (Zuständigkeit eines anderen EU-Landes, Verfahrenseinstellung). Werden nur die Entscheidungen betrachtet, bei denen die Fluchtgründe inhaltlich bewertet wurden, ergibt sich für das 1. Halbjahr 2015 eine Schutzquote von 49,1 Prozent! Hinzu kommen Anerkennungen durch die Verwaltungsgerichte, etwa 10 Prozent der Klagen sind erfolgreich. Bei den Herkunftsländern Syrien, Irak und Eritrea liegen die Anerkennungsquoten bei 99 bis 100 Prozent.
Auch abgelehnte Asylsuchende können gute Gründe zur Flucht haben. Umwelt- und Hungerflüchtlinge werden nach rechtlichen Kriterien nicht anerkannt, rassistisch diskriminierte und systematisch ausgegrenzte Roma erhalten nur in wenigen Einzelfällen Schutz.
Die Mehrheit aller Asylsuchenden ist schutzbedürftig und wird in Deutschland bleiben!

3. Vorurteil: »Flüchtlinge kriegen alles hinterhergeschmissen und kommen nur wegen des Geldes«

Asylsuchende bekommen 10 Prozent weniger Sozialhilfe als Hartz IV-Empfänger. Sie haben meist alles verloren: Haus, Arbeit, Besitz. In Deutschland werden sie oft nur notdürftig untergebracht, zusammen mit ihnen völlig fremden Personen, ohne Privatsphäre. Die Sozialhilfe wird zunächst vor allem als Sachleistung gewährt, der Barbetrag für alltägliche Bedürfnisse liegt bei Familien im Monat bei 129 € pro Erwachsenem und etwa 80 € pro Kind. Das sind 4,30 € bzw. 2,70 € am Tag und reicht oft nicht einmal für die Fahrt zu einer Behörde und zurück. In der Anfangszeit unterliegen Asylsuchende einem grundlegendem Arbeitsverbot und dürfen sich nicht frei bewegen (»Residenzpflicht«). Nur akute Erkrankungen werden medizinisch behandelt.
Niemand, der wegen Krieg, Verfolgung oder existenzieller Not nach Deutschland flieht, kommt wegen dieser Lebensbedingungen nach Deutschland. Zugleich gilt: Die Menschenwürde ist unantastbar, Asylsuchende müssen menschenwürdig aufgenommen werden!


Mehr zum Thema im Internet unter www.linksfraktion.de.

Wissenswertes

von Dr. Hikmat Al-Sabty,

migrationspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE

 

Flüchtlinge sind Menschen, die durch gewisse Lebensumstände wie zum Beispiel Kriege, Verfolgung (aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politischen Überzeugung) oder Naturkatastrophen gezwungen sind, ihre Heimatländer zu verlassen.

 

Warum ist der Männeranteil größer als der Frauenanteil?

 

Laut BAMF sind ca. 74 % aller Flüchtlinge männlich. Sie sind in der Altersgruppe von 18-25 Jahre. Es könnte daran liegen, dass jungen Männern diese strapaziöse Flucht eher zugetraut wird. Dazu kommt, dass in der arabischen Gesellschaft Männern die Rolle des Verdieners zukommt. Die Männer sollen die Familie ggf. mit Geld aus dem Ausland versorgen.

Nach dem Erhalt eines Aufenthaltstitels kann der Mann durch Familienzusammenführung den Rest der Familie nach Deutschland holen.

 

Woher stammen die Flüchtlinge?

 

Laut BAMF stammen die meisten Erstanträge auf Asyl im Jahr 2015 mit 25 % aus dem Kosovo, 20 % kommen aus Syrien und 11 % aus Albanien. Unter den Flüchtlingen ist auch ein hoher Anteil aus den Ländern Afghanistan, Eritrea und Somalia.

 

Essen und Getränke:

 

Ø  Fleisch: Hühner, Kalb, Lamm

Ø  Milchprodukte: einige Käsearten, Joghurt, Milch, Butter

Ø  Essverhalten: ein Teil der Afrikaner essen mit den Fingern, die meisten der Flüchtlinge essen mit Besteck

Ø  Stilles bzw. neutrales Wasser und (schwarzer) Tee werden bevorzugt, Kaffee wird wenig getrunken. Die heißen Getränke werden oft mit viel Zucker getrunken.

 

Allgemeines Verhalten:

 

Ø  Viele arabische Frauen ist es nicht erlaubt Männer die Hand zu geben, auch nicht zur Begrüßung. Auch viele arabische Männer dürfen Frauen die Hand nicht reichen.

Ø  Sprechen Sie die Flüchtlinge nicht laut an. Das wird als abwertend betrachtet, obwohl einige Flüchtlinge selbst laut sprechen.

Ø  Viele Frauen kommen mit männlichen Begleitern (Ehemann, Verlobter, Verwandter…etc.), sprechen Sie in diesem Fall nicht die Frauen, sondern die Männer an.

Ø  körperliche Berührung oder Anfassen sollte unbedingt vermieden werden.

Ø  Viele Flüchtlinge sind traumatisiert und daher besonders geräuschempfindlich, leiden unter Schlaflosigkeit. Z.B. Dauerbeleuchtung in den Zimmern ist dafür ein Zeichen und sollte daher gestattet sein.
Aber auch räumliche Enge in einem Verkehrsmittel oder einer überfüllten Unterkunft kann Probleme auslösen (laut Bundespsychotherapeutenkammer sind 70 % der Flüchtlinge traumatisiert)