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Auf Richtung Frauenstreik am 8. März in Rostock!

von Wenke Brüdgam und Torsten Koplin

Der 8. März hat als internationaler Frauentag in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Viele Menschen verstehen ihn als einen Tag im Kampf gegen Diskriminierung und für Gleichstellung der Geschlechter. Allerdings verdienen Frauen bei identischer Arbeit immer noch nicht den gleichen Lohn wie Männer. Weiterhin sind Frauen in Führungspositionen deutlich in der Minderheit. Dies trifft umso mehr für unsere Parlamente zu.

Wir wollen ein klares Signal setzen und fordern deshalb, dass der 8. März zum gesetzlichen Feiertag in Mecklenburg-Vorpommern erklärt wird. Gerade in der heutigen Zeit, wo durch Rechtspopulisten immer mehr Errungenschaften der internationalen Frauenbewegung in Frage gestellt werden, wird es immer wichtiger für Gleichstellung zu streiten und Erreichtes zu verteidigen.

Mecklenburg-Vorpommern hat im bundespolitischen Vergleich mit die wenigsten Feiertage; viele Menschen in unserem Bundesland gehören keiner Konfession an. Gerade deshalb braucht es säkulare Feiertage, mit denen eine Identifikation leichter fällt. Wir schließen uns dem Ansinnen der rot-rot-grünen Landesregierung von Berlin, den internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Das ist ein richtiger Schritt.

Ebenso fordern wir eine neue Gleichstellungsstrategie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Förderung von Frauen zur Übernahme von Führungspositionen muss endlich ein Hauptanliegen der Landesregierung sein. Denn: Mit der neuen EU-Förderperiode ist zu befürchten, dass es Rückschritte hinsichtlich der Gleichstellungskonzeption gibt. Um dem entgegenzutreten müssen auch in Mecklenburg-Vorpommern die Hausaufgaben gemacht werden.

Bei der Anzahl von Frauen in Parlamenten sieht es nicht anders aus als bei Führungspositionen in Verwaltung und Wirtschaft. Nur rund ein Viertel aller Sitze im Landtag werden von Frauen besetzt. In den Kommunalvertretungen sieht es nicht anders aus. Die rot-rote Regierung in Brandenburg hat nun vorgemacht, wie man dieses Problem angehen kann. Die Listen der Parteien müssen von nun an zur Hälfte mit Frauen besetzt sein. Das ist ein großer Schritt nach vorne.

Lasst uns unsere Forderungen selbstbewusst und deutlich nach außen tragen. Machen wir den März wieder einmal zum Monat der Gleichstellung. Wir rufen euch zudem auf, sich bei der Initiative des Landesfrauenrats Mecklenburg-Vorpommern für einen landesweiten Frauenstreik zu beteiligen. Kommt mit uns am 8. März nach Rostock. 

Eure Landesvorsitzenden Wenke Brüdgam und Torsten Koplin


Paritätsgesetz - MV sollte gutem Beispiel von Brandenburg folgen

geralt / pixabay.com (Pixabay License)

Zur Diskussion um die Einführung paritätisch besetzter Parteilisten bei Wahlen (Siehe heutige Berichterstattung in der Ostsee-Zeitung!) erklärt die Co-Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern, Wenke Brüdgam: Wenn die Bevölkerung zur Hälfte aus Frauen und Männern besteht, ist die Forderung nach gleichmäßig besetzen Listen bei Wahlen nur folgerichtig. Wer diese Forderung damit kleinredet, dass Frauen in ihren Parteien in der Minderheit seien und Parität damit ungerecht sei, versucht abzulenken. Das rot-rot regierte Brandenburg ist mit dem Paritätsgesetz auf einem guten Weg. Mecklenburg-Vorpommern sollte sich davon eine Scheibe abschneiden. Denn: Das Parlament sollte ein Abbild der Bevölkerung sein, nicht der Parteien.  Weiterlesen


Wenke Brüdgam

Paragraf 219a abschaffen - eine schwierige Entscheidung?

Frank Schwarz

Liest man den Paragrafen 219a stellt man fest, dass der Wortlaut eigentlich unstrittig ist. Niemand möchte „Werbung“ im klassischen Sinne für Schwangerschaftsabbrüche. Werbung hieße die Beeinflussung von verhaltensrelevanten Einstellungen, aber darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, Frauen zu informieren, sie in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen und ihnen damit wirkliche freie Entscheidungen zu ermöglichen. Weiterlesen


100 Jahre Frauenwahlrecht

Heute vor 100 Jahren, am 12. November 1918, verkündete der Rat der Volksbeauftragten u.a. die Einführung des Frauenwahlrechts für Deutschland. Ein großer von vielen erkämpfter Schritt für mehr Demokratie. Die Anzahl an Frauen in den Parlamenten, vor allem im Landtag von M-V und in den Kommunalvertretungen lässt jedoch zu wünschen übrig. Es gibt also noch viel zu tun. Im März dieses Jahres haben wir mit einer Kampagne noch einmal Druck gemacht. Weiterlesen


Postkarte

Flyer Frauenstreik