10. März 2017

Inklusion im Bereich Kinder- und Jugendreisen ist nötig und machbar!

Am Donnerstag veranstaltete die Linksfraktion im Deutschen Bundestag eine Podiumsdiskussion auf der Internationalen Tourismus- Börse in Berlin. Die Diskussion zum Thema Inklusion im Kinder- und Jugendreisen wurde von der tourismuspolitischen Sprecherin der Linken im Bundestag, Kerstin Kassner, moderiert.

Die Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern zeigte ihre Unterstützung der Inklusionsbemühungen von verschiedenen Organisationen und Veranstaltern: „Die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit geistigen und körperlichen Behinderungen ist im Bereich des Kinder- und Jugendreisens genauso richtig und notwendig wie in den Schulen und Kitas. Die jungen Menschen lernen vor allem durch das Miteinander einen rücksichts- und respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen und werden immun gegen Vorurteile. Ich bin froh, dass wir die Zeit von Ausgrenzung und Separierung hinter uns gelassen haben.“ In der Diskussion wurde allerdings auch deutlich, dass noch erhebliche Hürden auf dem Weg zu vollständiger Inklusion im Kinder- und Jugendreisen überwunden werden müssen: „Inklusion stellt alle vor größere Herausforderungen. Einrichtungen müssen barrierefrei sein, die – zumeist ehrenamtlichen – Begleiter und Betreuer brauchen eine entsprechende Qualifizierung und insgesamt ist mehr Personal erforderlich. Wie auch in den Schulen und Kitas gilt auch hier: Inklusion gibt es nicht gratis, aber sie lohnt sich. Das war das Fazit unserer diesjährigen Podiumsdiskussion auf der ITB, zu der ich auch gerne einen Vertreter aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßt hätte. Vielleicht gewinnt das Thema Inklusion im von Frau Schwesig geleiteten Ministerium ja in Zukunft einen höheren Wert und wir können gemeinsam nach Wegen zur Unterstützung der Ehrenamtlichen in diesem Bereich suchen.“

DIE LINKE. im Deutschen Bundestag veranstaltet jedes Jahr im Rahmen der ITB eine Podiumsdiskussion, in der in der Regel soziale Aspekte des Reisens beleuchtet werden. In diesem Jahr nahmen unter anderem der Vorsitzende des Bundes Forums Kinder- und Jugendreisen, Stephan Riese sowie der Geschäftsführer des Kiezes Frauensee, Achim Schneider an dem Gespräch teil.