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Wir brauchen ein Zeichen des Friedens!

Das Landeskommando der Bundeswehr veranstaltet morgen in Schwerin einen Appell und ein Konzert für wiederkehrende Soldatinnen und Soldaten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und weitere Gäste wollen Danke sagen.

 

Wenke Brüdgam und Torsten Koplin, Landesvorsitzende der LINKEN in M-V, können diese Aufführung insbesondere mit Blick auf aktuelle Krisen in der Welt und auch in Europa nicht nachvollziehen:

 

„Natürlich sind wir froh darüber, wenn Soldatinnen und Soldaten wohlbehalten nach Hause zurückkommen. Aber heute ist nicht die Zeit für fröhliches Aufmarschieren.

Wir sehen die schrecklichen Bilder und hören die erschütternden Berichte aus Griechenland, Syrien und dem Jemen, derweil zieht das riesige Nato-Manöver „Defender 2020“ durch Europa und auch Mecklenburg-Vorpommern. Weltweit brodeln zahlreiche Krisenherde und Millionen Menschen leiden unter den Folgen. Ein Festakt auf dem Schlossplatz ist die falsche Reaktion.“, so Wenke Brüdgam.

Absurder Widerspruch! 

Es ist ein absurder Widerspruch, dass sich heute der Agrarausschuss des Landtages mit den Überresten von Kriegen in M-V befasst, während draußen vor dem Schloss marschiert wird. 

Erst vor ein paar Tagen veröffentlichte das Innenministerium von Lorenz Caffier (CDU) eine Pressemitteilung, die deutlich zum Ausdruck brachte, welche verheerenden Folgen Kriege auch hierzulande haben. Ein Beispiel: Die Beseitigung von Kampfmitteln ist auch über 70 Jahre nach Kriegsende noch eine Mammutaufgabe. 

Mehr Details hier: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/im/Aktuell/?id=158133&processor=processor.sa.pressemitteilung

„Noch viele Jahrzehnte lang wird unser Bundesland mit den gefährlichen Überresten von Kriegen zu tun haben. Bomben, Munition, Sprengstoffe - unzählige Tonnen schlummern noch im Erdreich und auch in der Ostsee. Die Bergung verursacht immense Kosten und belastet heutige und kommende Generationen.“, sagt Torsten Koplin. Letztes Jahr bewies der größte Brand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns auf tragische Weise, wie zerstörerisch die Altlasten sein können.