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Wenke Brüdgam und Torsten Koplin

Vom Warten, von der Ungeduld, vom Handeln

All die vorweihnachtlichen Besorgungen, die Hektik vor den Feiertagen lassen herzlich wenig Raum für ruhige Momente. Erst recht nicht für's Warten. Worauf auch, es ist immer, tatsächlich immer, was zu tun. Warten hat so garnicht mit Tatendrang zu tun. Oder doch?

 

Aber ja doch! Warten auf Freunde und Familie erhöht die Vorfreude auf den Jahreswechsel. Warten auf Überraschungen, auf besondere Augenblicke der Geborgenheit des Zusammenseins, verschafft angenehme, wohlige Empfindungen. Warten können, auf kluge Einfälle, originelle Gedanken, sind Anbeginn von Kreativität. Dietrich Bonhoeffer, ein von den Nazis ermordeter Theologe und Humanist, dessen Schriften gern öfter auch von Sozialistinnen und Sozialisten gelesen werden können, hielt Warten für eine Tugend. "Warten kann nicht jeder:", schrieb er "nicht der gesättigte, zufriedene und nicht der respektlose. Warten können nur Menschen, die eine Unruhe mit sich herumtragen ...".

Diese Überlegungen aufnehmend, wünschen wir allen unseren Mitgliedern und Sympathisantinnen und Sympathisanten Kraft, sich vom Trubel dieser Tage auch mal frei machen zu können und sich dem Warten, der Nachdenklichkeit und der Ideenfindung hinzugeben.

Das ist so wichtig, haben wir doch in den kommenden Monaten bisher nicht dagewesene Herausforderungen zu meistern. Kommunal- und Europawahlen waren schon immer kräftezehrend. Menschen für sozialistische Ideale, für unsere sehr praktischen und lebenstauglichen Vorhaben zu begeistern, ist in Zeiten eines um sich greifenden Nationalismus, getragen von einer Mischung aus Unverständnis, Ängsten, Alltagsrassismus, Egoismen und mangelnder Aufklärung doppelt und dreifach schwer. Mit jedweder Form von Gewalt, Menschenverachtung und Ungerechtigkeiten werden wir Sozialistinnen und Sozialisten uns nicht abfinden. Jegliche Zustände, in denen, wie Marx beschrieb, Menschen erniedrigt und geknechtet, in denen sie verächtlich gemacht werden, treffen auf unsere entschiedene Ablehnung, mehr noch: auf unseren Widerstand. Ungeduld ist da unsere Eigenschaft, wo es gilt, die Verhältnisse zu verändern. Hier wird jede und jeder aktiv. Ein Gespräch mit den Nachbarn oder über den Gartenzaun, das Austragen von Informationen unserer Partei, die Vorbereitung von Bildungsveranstaltungen, die Teilnahme an Kundgebungen; dies und viel mehr sind wirksame Aktivitäten um linke Politik in die Gesellschaft zu tragen. Willkommen ist jede Aktion, erscheint sie der Einzelnen oder dem Einzelnen noch so gering. Willkommen ist uns jede Kandidatur einer Linken, eines Linken auf den Wahlvorschlägen unserer Partei. Wir brauchen Dich! Unsere Wahllisten beweisen, welch interessante, tolle Menschen sich für DIE LINKE engagieren. Wahlkämpfe sind für diejenigen, die sie bestreiten immer lohnende Ereignisse. Wahllämpferinnen und Wahlkämpfer, ob als Kandidatinnen und Kandidaten oder Unterstützerinnen und Unterstützer, erfahren viel über die Gesellschaft in der wir leben, über die Nöte und Wünsche der Mitmenschen und über sich selbst. Das alles ist von unschätzbarem Wert.

Was zu all dem notwendig ist, zu tun? Handeln! In unserer Partei wird viel und mit Leidenschaft geredet, zuweilen gestritten (was per se, so es denn kulturvoll zugeht, unbedingt etwas Positives ist), zu selten münden die zahlreichen Diskussionen jedoch in beherztes Handeln. Da wo dies geschieht, haben wir fast ausnahmslos Erfolge. Sei es der Sieg gegen den geplanten Verkauf des kommunalen Wohnungsbestandes in Grimmen, seien es tolle Wahlergebnisse in Friedrichsruhe oder Graal-Müritz zur Bürgermeisterwahl oder im Landratswahlkampf im Kreis Ludwigslust-Parchim.

Es gibt also viele gute Gründe, optimistisch zu sein. Wir wünschen Euch allen ein friedliches, gesundes und persönlich erfolgreiches Jahr 2019!

Wenke Brüdgam und Torsten Koplin


  

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