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Koalitionsverabredung zur Pflege nicht mal Tropfen auf den heißen Stein

Foto: pixabay.com / user: rawpixel (CC0)

Angesichts der Ankündigung von CDU/CSU und SPD bei einer Koalition 8.000 zusätzliche Stellen für die Altenpflege zu schaffen, erklären die beiden Vorsitzenden der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Wenke Brüdgam und Torsten Koplin:

 

„8.000 zusätzliche Pflegekräfte in Deutschland - das hört sich gut an. Das wären etwa 170 zusätzliche Pflegekräfte für Mecklenburg-Vorpommern.

 

In unserem Land fehlen aber allein in den Krankenhäusern 1.700 Pflegekräfte.

 

Ein Zehntel würde die Situation kaum merklich verändern. Zudem müsste es gelingen, die 170 Stellen auch zu besetzen. Und schon hier hakt es.

Angesichts der Ankündigung von CDU/CSU und SPD bei einer Koalition 8.000 zusätzliche Stellen für die Altenpflege zu schaffen, erklären die beiden Vorsitzenden der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Wenke Brüdgam und Torsten Koplin: 

„8.000 zusätzliche Pflegekräfte in Deutschland - das hört sich gut an. Das wären etwa 170 zusätzliche Pflegekräfte für Mecklenburg-Vorpommern.

In unserem Land fehlen aber allein in den Krankenhäusern 1.700 Pflegekräfte.

Ein Zehntel würde die Situation kaum merklich verändern. Zudem müsste es gelingen, die 170 Stellen auch zu besetzen. Und schon hier hakt es. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in Mecklenburg-Vorpommern zurzeit etwa 470 Stellen für Pflegepersonal unbesetzt, in Schleswig-Holstein sind es 1.070 Stellen und selbst im gut zahlenden Hamburg sind 490 Stellen für Pflegekräfte offen.  

Um die Situation für die Pflegebedürftigen und die Pflegekräfte zu verbessern bedarf es zunächst einer Ausbildungsinitiative. Wir brauchen mehr Menschen, die den anspruchsvollen Beruf einer Pflegefachkraft erlernen und dauerhaft ausüben wollen. Dafür hat DIE LINKE ein Sofortprogramm für die Pflege entwickelt. In ihm fordern wir 2.500 neue Pflegekräfte für M-V als auch die generelle Schulgeldbefreiung für die Pflegeausbildung, wie in anderen Bundesländern. Das hat die Landtagsfraktion auch mehrfach im Schweriner Landtag gefordert, SPD und CDU haben das jedoch immer wieder abgelehnt.  

Wenn jetzt Regierungsmitglieder aus Mecklenburg-Vorpommern auf Bundesebene bei den Koalitionsverhandlungen von mehr Stellen in der Pflege reden, ohne zu sagen, wie diese besetzt werden sollen oder von Tariflohn, ohne über dessen Höhe und wie er eingeführt und durchgesetzt werden soll, dann sind das leere Versprechen. Sie lösen keines der Probleme in der Pflege.