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Kein Platz für Sexismus!

Nach der Befassung im Landesvorstand erklären die Landesvorsitzenden der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Vanessa Müller und Peter Ritter:

 

Die aktuell diskutierten Vorfälle von Sexismus, sexualisierten Übergriffen und Machtmissbrauch in Strukturen der LINKE haben uns zutiefst beunruhigt. Wir stehen an der Seite aller Betroffenen von Sexismus, sexualisierter Gewalt und Diskriminierung – in und außerhalb der Partei. Bei uns darf es keinen Platz für Sexismus geben! Alle Vorfälle müssen transparent und lückenlos aufgeklärt werden.

Sexismus ist unserer Gesellschaft tief verankert. Auch DIE LINKE ist Teil dieser Gesellschaft: Patriarchale Strukturen finden sich bei uns wieder wie in allen Parteien, Verbänden und gesellschaftlichen Gruppierungen. Umso wichtiger ist es, Machtstrukturen und -gefälle fortwährend zu reflektieren, innerparteilich zu thematisieren und abzubauen. Wir wollen Strukturen schaffen, die den Betroffenen von Sexismus, sexualisierter Gewalt und Diskriminierung Schutz bieten und Präventionsarbeit leisten, damit unsere Partei zu einem Ort wird, an dem sich alle ohne Angst vor Sexismus und Diskriminierung einbringen können.

Als LINKE kämpfen wir für eine andere Gesellschaft. Wir wollen gleiche und diskriminierungsfreie Zugänge für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, der sexuellen Orientierung, einer Behinderung oder dem Geldbeutel. Als Partei mit feministischem Anspruch müssen wir die Grundsätze einer solchen solidarischen Gesellschaft in unseren eigenen Strukturen verwirklichen. Wir unterstützen daher den offenen Brief der linksjugend [‘solid] „Aktion für eine feministische LINKE“.

Als Landesvorstand DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern begrüßen wir das Ansinnen des Parteivorstandes, eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene von Sexismus und Übergriffen zu schaffen und die Satzung, Geschäftsordnung und Bundesschiedsordnung so zu ändern, dass auch unterhalb eines Ausschlussverfahrens auf übergriffiges Verhalten mit Ordnungsmaßnahmen reagiert werden kann.

Im Landesverband wollen wir zeitnah eine AG Awareness-Strukturen ins Leben rufen und eine fachlich begleitete Debatte in den Kreisverbänden anstoßen. Wir wollen unsere Mitglieder für das Thema sensibilisieren und darüber aufklären, welche Angebote zu Prävention und Hilfe oder welche Sanktionsmöglichkeiten es gibt. Bei uns ist kein Platz für Sexismus!