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Gedenken am 27. Januar reicht in Gegenwart und Zukunft

Foto: Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0

von Peter Ritter, Landessprecher der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten M-V“ und innen- und friedenspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar:

 

„Gedenktage sind ohne Sinn, wenn sie nicht in Gegenwart und Zukunft hineinreichen – der Internationale Holocaust-Gedenktag ist Mahnung für Gegenwart und Zukunft. Auf der Wannsee-Konferenz wurde am 20. Januar 1942 die systematische Ermordung der europäischen Juden, die Vernichtung eines ganzen Volkes beschlossen und vorbereitet. Angesichts der ungeheuerlichen Dimension dieses Vernichtungsfeldzuges muss es uns aufhorchen lassen und beängstigen, wenn wir heute hören, dass das Holocaust-Mahnmal ein Mahnmal der Schande oder brennende Flüchtlingsheime kein Akt der Aggression, sondern ein Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben sei.

von Peter Ritter, Landessprecher der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten M-V“ und innen- und friedenspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar:

„Gedenktage sind ohne Sinn, wenn sie nicht in Gegenwart und Zukunft hineinreichen – der Internationale Holocaust-Gedenktag ist Mahnung für Gegenwart und Zukunft. Auf der Wannsee-Konferenz wurde am 20. Januar 1942  die systematische Ermordung der europäischen Juden, die Vernichtung eines ganzen Volkes beschlossen und vorbereitet. Angesichts der ungeheuerlichen Dimension dieses Vernichtungsfeldzuges muss es uns aufhorchen lassen und beängstigen, wenn wir heute hören, dass das Holocaust-Mahnmal ein Mahnmal der Schande oder brennende Flüchtlingsheime kein Akt der Aggression, sondern ein Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben sei.

Umso wichtiger, umso notwendiger ist es, dass wir am 27. Januar und nicht nur an diesem Tag der Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Seit 1996 wird dieser Tag als bundesweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen, und seit 2005 ist es ein Internationaler Gedenktag. Die Gräueltaten des NS-Regimes in ihrer Brutalität und in ihrem Ausmaß dürfen nicht in Vergessenheit geraten oder verharmlost werden. Sie müssen im täglichen Denken und Handeln verankert bleiben, um zu verhindern, dass sich solche Verbrechen jemals wiederholen.

Mit Blick auf die Gegenwart und die Zukunft muss alles Erdenkliche getan werden, damit rechtsextremistische oder rechtspopulistische Einstellungen zurückgedrängt werden oder besser, gar nicht erst entstehen. In unserem Bundesland ist  das vom Landtag beschlossene Landesprogramm ‚Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken‘ über Partei-, Weltanschauungs- und Fraktionsgrenzen hinweg dabei eine wichtige Grundlage.“

Veranstaltungen:

  • Kranznierdelegung mit den beiden Landesvorsitzenden ab 10.00 Uhr in Pasewalk im Lenin-Hain; Gedenkrede von Torsten Koplin
  • Gedenken an die Opfer der Shoa mit Karen Larisch - 14 Uhr Stadtrundgang; 16 Uhr Gedenken mit Pastor Grell, Pfarrgemeinde, Jüdische Gemeinde Rostock, Karen Larisch; 17 Uhr Lesung und Diskussion mit koscherem Buffet, Karen Larisch: "Was hat Auschwitz mit mir zu tun?"
  • Gedenkveranstaltung ab 10 Uhr mit Peter Ritter im Warener Jugendzentrum JOO!; Gedenkrede von Peter Ritter; anschließend: Kranzniederlegung