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Die neue Normalität

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Wir erleben zusammen ein Weihnachtsfest, das wir uns eigentlich ganz anders vorgestellt hatten. Wenn nun Geschäfte geschlossen sind, wir dazu aufgerufen werden, so wenig Kontakte wie nur irgend möglich zu haben, kommt in uns die Sehnsucht nach Normalität auf. Corona hat uns fest im Griff. Hoffen wir darauf, dass wir uns mit dem neuen Impfstoff aus ihm befreien und wieder ein normales Leben begehen können.

Corona hat uns allerdings nicht nur gezeigt wie verwundbar wir sind. Es hat auch gezeigt, dass das Gesundheitswesen für die Patient*innen da sein muss und nicht für die Dividenden von Aktionär*innen. Wenn Gesundheitsämter zusammengekürzt oder an Pflegepersonal in Krankenhäusern gespart wird, wirkt sich das immens auf die Bewältigung der Corona-Krise aus. Zu einem normalen Leben sollte eine Gesundheitsversorgung gehören, in der kein Personalmangel herrscht und zudem gute Löhne gezahlt werden.

Die Krise hat auch offengelegt, dass wir in den Schulen und Universitäten noch lange nicht auf der Höhe der Zeit sind. Bei der Digitalisierung stehen wir noch allzuoft erst am Anfang. Nicht alle Schülerinnen und Schüler sind so gut ausgestattet, dass sie von zu Hause aus online unterrichtet werden können. Gerade erst mussten wir aus den Medien erfahren, dass die viel gepriesene Online-Lernplattform des Landes unter der Last vieler Zugriffe zusammengebrochen ist. Für uns ist Bildungsgerechtigkeit ein wesentliches Mittel hinzu mehr sozialer Gerechtigkeit. Gut ausgestattete Schulen müssen zur neuen Normalität in Mecklenburg-Vorpommern gehören.

Viele betrachten 2020 als ein verschwendetes Jahr. Lockdown, Einschränkungen und Pandemieverordnungen haben unser Leben erschwert und es zugleich geschützt. Lasst uns 2021 dafür sorgen, dass die Erfahrungen aus 2020 nicht wieder vergessen werden. Wir alle wissen auch, dass die Bundestags- und Landtagswahlen die Weichen für die nächsten Jahre stellen werden. Dieses Land braucht eine starke LINKE, wenn es darum geht, nicht wieder zum neoliberalen alten Trott zurückzukehren. Sorgen wir zusammen für einen sozialen Aufbruch. Wecken wir bei unseren Mitmenschen die Hoffnung, das sich die Dinge zum Guten ändern.

Wir wünschen euch ein gesundes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Eure Landesvorsitzenden

Wenke Brüdgam und Torsten Koplin