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CDU-Vize Ott: Queere Menschen seien "Mikroskopische Randgruppen“ 

Bild von SatyaPrem auf Pixabay (Pixabay License)

In der März-Sitzung des Kreistags Vorpommern-Greifswald bezeichnete der CDU-Landesvize Sascha Ott das Ansinnen, Regenbogen-Fahnen zum Christopher-Street-Day zu hissen, als eine Aufwertung von „mikroskopischen Randgruppen“. Ott, der auch Sprecher des rechten Konservativen Kreises innerhalb seiner Partei ist, will offenbar nicht, dass homo-, bi- und transsexuelle Menschen „mit der Mehrheitsgesellschaft auf einer Linie laufen“. Der Kreistag solle, so Ott, lieber Menschen Respekt erweisen, die arbeitstätig sind und sich bewusst für Kinder entscheiden. 

Diese diskriminierenden Aussagen wurden vom Landrat Vorpommern-Greifswalds und dem heutigen Kandidaten für den CDU-Landesvorsitz, Michael Sack, widerspruchslos stehengelassen. „Was will Herr Ott uns sagen? Queere Menschen würden nicht arbeiten und keine Kinder haben wollen? Bei solchen Botschaften wird mir schlecht. Da ist wohl jemand in den 50er Jahren hängen geblieben.“, so Torsten Koplin. 

„Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Rechtsaußen-Problem!“, so die Co-Landesvorsitzende der LINKEN Wenke Brüdgam. Weite Teile der Bevölkerung würden durch solche Aussagen bewusst ausgegrenzt und erniedrigt. Dabei sieht Brüdgam auch den designierten CDU-Vorsitzenden Sack in der Verantwortung: „Herr Sack muss öffentlich klarstellen, dass solche Meinungen in der CDU keinen Platz haben.“ Anderenfalls müsse man davon ausgehen, dass derartige Meinungen auch von Herrn Sack gutgeheißen werden.

 

Hintergrund:

Den betroffenen Ausschnitt finden Sie im Live-Stream der März-Sitzung des Kreistages von Vorpommern-Greifswald ca. ab Minute 54: https://www.kreis-vg.de/Landkreis/Kreistag