Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Karl Scheffsky

Leserbrief zum Besuch des USA Präsidenten Obama in Cuba

Leserbrief von Karl Scheffsky zum Besuch des USA Präsidenten Obama in Cuba, veröffentlicht im „Rotfuchs“ Juni 2016

 

Der Besuch von USA-Präsident Barack Obamas in Kuba ließ mich sofort an Klaus Steinigers scharfsinnige Argumentation im November-Heft zu den sich entwickelnden Beziehungen Kuba – USA denken. Man sollte die Worte Fidel Castros zur Kenntnis nehmen, der die honigsüßen Worte Obamas in der „Granma“ so kommentierte: „Es ist anzunehmen, dass bei diesen Worten des Präsidenten der Vereinigten Staaten jeder von uns Gefahr lief, einen Herzinfarkt zu bekommen.“ Wie anders auch sollte es auf die Kubaner wirken, wenn Obama meinte: „Es ist an der Zeit, die Vergangenheit zu vergessen …, mein Aufenthalt hier gibt mir mehr Hoffnung für das, was wir zusammen tun können – als Freunde, als Familien, als Nachbarn, zusammen.“ Es war Fidel Castro, der auf die fast 60 Jahre andauernde erbarmungslose Blockade, die Angriffe auf kubanische Schiffe und Häfen, das gesprengte Linienflugzeug voller Passagiere, Söldnerinvasionen und unzählige weitere Gewalttaten der USA verwies.

Leserbrief von Karl Scheffsky zum Besuch des USA Präsidenten Obama in Cuba, veröffentlicht im „Rotfuchs“ Juni 2016

Der Besuch von USA-Präsident Barack Obamas in Kuba ließ mich sofort an Klaus Steinigers scharfsinnige Argumentation im November-Heft zu den sich entwickelnden Beziehungen Kuba – USA denken. Man sollte die Worte Fidel Castros zur Kenntnis nehmen, der die honigsüßen Worte Obamas in der „Granma“ so kommentierte: „Es ist anzunehmen, dass bei diesen Worten des Präsidenten der Vereinigten Staaten jeder von uns Gefahr lief, einen Herzinfarkt zu bekommen.“ Wie anders auch sollte es auf die Kubaner wirken, wenn Obama meinte: „Es ist an der Zeit, die Vergangenheit zu vergessen …, mein Aufenthalt hier gibt mir mehr Hoffnung für das, was wir zusammen tun können – als Freunde, als Familien, als Nachbarn, zusammen.“ Es war Fidel Castro, der auf die fast 60 Jahre andauernde erbarmungslose Blockade, die Angriffe auf kubanische Schiffe und Häfen, das gesprengte Linienflugzeug voller Passagiere, Söldnerinvasionen und unzählige weitere Gewalttaten der USA verwies.

Bemerkenswert ist, was die Kubaner selbst zum Auftritt Obamas denken. Ich konnte mich kürzlich während einer Kuba-Reise davon überzeugen, dass sie mehrheitlich ihr Misstrauen gegenüber der USA-Administration zum Ausdruck brachten.

Die meisten BRD-Medien hingegen bauen auf Unwissenheit in der deutschen Bevölkerung und bedienen sich bei ihrer Berichterstattung der Manipulation: Gestern Feind – heute Freund! Die Absicht ist erkennbar: Solidarität ist nicht mehr vonnöten, da sich ja alles in Wohlgefallen auflöst.

Gut, dass es viele gibt, die dieses Manöver durchschauen. Auf einer vor einiger Zeit durchgeführten Konferenz von Cuba si betonte Hans Modrow als ausgewiesener Kuba- Kenner: „Auch die sich entwickelnden Beziehungen USA – Kuba sind Klassenkampf.“ Dass der venezolanische Präsident Maduro, dessen „Regime“ angeblich die Sicherheit der USA gefährdet, noch am gleichen Tag wie Obama von Raul Castro empfangen wurde, spricht dafür.


Marianne Bothe

Sprecherin der LAG Cuba Si

Kontakt:

Telefon: 0381/ 443784 oder

DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern

Martinstraße 1/1a – 19053 Schwerin

Telefon: 0385/ 760380 – Fax: 0385/ 7603819

E-Mail: info@die-linke-mv.de