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Wohnraum bleibt absolute Mangelware in touristischen Hochburgen

Zur heutigen öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke, die an der Anhörung teilnahm:

„Es ist gut, wenn endlich eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen wird, dass künftig Gemeinden in touristischen Hochburgen und Orten mit Wohnungsknappheit entscheiden können, ob weiterhin Wohnraum in Ferienwohnraum umgenutzt werden kann.

Das Gesetz kommt allerdings mit vielen Jahren Verspätung. Mittlerweile ist für Wohnungssuchende kein bezahlbarer Mietwohnraum entlang der Ostseeküste, den Inseln und auch der Mecklenburgischen Seenplatte zu finden. Viel zu lange wurde gewartet, regulierend einzugreifen. Notgedrungen musste deshalb viele dringend benötigte Fachkräfte ihren Lebensmittelpunkt weit weg von ihrem Arbeitsort verlegen und pendeln. Wegen der explodierenden Baulandpreise und schlichtweg nicht mehr verfügbarem Bauland wird es auch weiterhin kaum Wohnungsbau geben können – geschweige denn bezahlbaren Wohnraum.

Arbeit auf der Insel und Wohnen auf dem Festland und damit Sylter Verhältnisse sind längst in M-V angekommen. Wohnraummangel und fehlendes ÖPNV-Angebot gerade in den Früh- und Abendstunden sind maßgebliche Gründe für den Fachkräftemangel in den Tourismushochburgen.“