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Wenn’s brennt, muss das Löschen auch klappen

Die Corona-Krise sorgt während des Lockdowns auch für erhebliche Einschränkungen oder gar Totalausfälle bei der Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Dazu erklärt die kommunalpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Feuerwehrfrau Jeannine Rösler:

„Der kommunale Brandschutz muss auch in den Zeiten der Pandemie gewährleistet werden. Feuer und andere Ereignisse, die den Einsatz der Feuerwehr erforderlich machen, lassen sich von dem Virus nicht aufhalten.

Schon heute besteht ein riesiger Nachholbedarf bei den laufenden Ausbildungen, denn pro Jahr werden den Kameradinnen und Kameraden 40 Stunden abverlangt, in denen Theorie und Praxis geübt werden müssen. In der Corona-Krise mussten die kommunalen Wehren den jährlichen Ausbildungsplan über den Haufen werfen, was höchst problematisch ist. Idealerweise sollte jeder und jede alles können – vom Bedienen der Lösch- und Rettungsfahrzeuge, über den Einsatz bei Unfällen bis hin zur Ölbeseitigung auf Straßen und Plätzen. Das setzt allerdings regelmäßiges und intensives Training voraus.

Wir können und dürfen nicht abwarten, bis sich die Pandemie erledigt hat, sondern brauchen jetzt dringend Lösungen. Dazu gehört es, zentrale Lernplattformen für die theoretische Ausbildung und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. E-learning muss auch bei den Feuerwehren viel stärker genutzt werden. Wir erwarten, dass sich das Land hier mehr engagiert. Ein Großteil der Feuerwehrleute würde von Online-Lernangeboten rege Gebrauch machen und so weiter am Ball bleiben.

Zudem ist die Ausstattung mit FFP2-Masken sicherzustellen. Damit dürfen die Wehren und ihre Kommunen nicht allein gelassen werden, denn der zusätzliche auch finanzielle Aufwand ist erheblich. Nicht zuletzt steht die Frage, ab wann Feuerwehrleute mit dem Impfen an der Reihe und ob die Prioritäten hier neu zu setzen sind – eine Systemrelevanz ist den Freiwilligen Feuerwehren jedenfalls nicht abzusprechen.“