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Schulgeld für Gesundheitsfachberufe sofort abschaffen

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Gesetzesvorhaben der Bundesregierung und Schulgeldfreiheit für nichtakademische Gesundheitsfachberufe“ (Drs. 7/4866) erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Die Antwort weist für Mecklenburg-Vorpommern einen dramatischen Rückgang der Absolventenzahlen in den nichtakademischen Gesundheitsfachberufen aus, von 2011 zu 2019 um 35,5 Prozent. Ein besonderer Negativ-Schub ist nochmals seit 2017 zu verzeichnen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass viele Bundesländer die Schulgeldfreiheit angekündigt und inzwischen eingeführt haben. Mecklenburg-Vorpommern will Gesundheitsland Nummer eins sein, hinkt aber auch in diesem Fall hinterher.

Schleswig-Holstein hat inzwischen die komplette Schulgeldfreiheit für alle Gesundheitsfachberufe zum 1. Januar 2019 eingeführt. In Niedersachsen gilt die Schulgeldfreiheit für vier Gesundheitsfachberufe seit dem 1. August 2019. In Hamburg gilt die Schulgeldfreiheit für drei Berufe seit 1. April 2019. Sachsen-Anhalt und Hessen planen ihre Einführung ab Schuljahr 2020/2021. Im Saarland gilt sie bis auf zwei Schulen. In Bayern gilt Schulgeldfreiheit für neun Gesundheitsfachberufe und Nordrhein-Westfalen übernimmt 70 Prozent des Schulgeldes seit 31. Dezember 2017.

Meine Fraktion fordert die Einführung der Schulgeldfreiheit für alle nichtakademischen Gesundheitsfachberufe mit Beginn des Ausbildungsjahres 2020/2021. Die Schulgeldpflicht für die Ausbildung an Privatschulen in M-V stellt einen eklatanten Wettbewerbs- und Standortnachteil gegenüber den Ländern dar, die die Schulgeldfreiheit bereits hergestellt haben.

Die Untätigkeit der Landesregierung passt weder zum selbstgesetzten Anspruch, Gesundheitsland Nummer eins zu sein, noch zum akuten Fachkräftebedarf. Im Gegenteil, die Personalnot verschärft sich weiter.“