Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Planlos mit kostenloser Maske – Verfahren muss präzisiert werden

Zur der ab Dienstag, den 15. Dezember geplanten kostenlosen Abgabe von drei FFP-2-Masken oder Schutzmasken vergleichbarer Qualität in Apotheken für über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Mit der geplanten Abgabe der Masken in den Apotheken ist Chaos programmiert. Wenn jeder und jede Anspruchsberechtigte in jeder Apotheke bis Ende des Jahres lediglich auf Zuruf die Masken erhalten kann, besteht die Gefahr, dass sich eine Person gleich in mehreren Apotheken mit Masken eindeckt und andere leer ausgehen. Zudem zeigt das Beispiel Bremen, dass Egoisten von Apotheke zu Apotheke ziehen, die Masken einkassieren, um sie umgehend im Internet zu verticken.

In Mecklenburg-Vorpommern sind 535 000 Menschen über 60 Jahre und viele Personen mit Vorerkrankungen Anspruchsberechtige, die ab Morgen in den Apotheken vorstellig werden können. Während ab Januar kommenden Jahres die Ausgabe der zwölf weiteren versprochenen Masken über zwei Tranchen und fälschungssichere Coupons von den Krankenkassen erfolgen soll, ist bis Ende des Jahres alles dem Selbstlauf und der Nervenstärke des Apothekenpersonals und der Senioren überlassen.

Bund und Länder fahren mit dem Lockdown die schärfsten Geschütze auf, und die Bundesregierung ist nicht in der Lage, Masken auf geordnetem Weg zu verteilen. Ein derartiger Aktionismus in der Vorweihnachtszeit muss dringend in geordnete Bahnen gelenkt werden. Das Verfahren muss präzisiert werden, damit das gut gemeinte Vorhaben nicht seine Wirkung verfehlt oder gar ins Gegenteil umschlägt.“