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PCR-Lollitests: Aufwand und Nutzen fraglich

Zur heutigen Anhörung im Bildungsausschuss zum Thema „Einführung von Lollitests an den Schulen und Kindertagesstätten des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler:

„Der Tenor der Expertinnen und Experten ist einhellig: An sich sind PCR-Lollitests ein gutes Instrument, das einige Vorteile hat, aber in Zeiten hoher bis sehr hoher Inzidenz nicht umsetzbar ist. Dazu sind die bestehenden Labor- und Logistikkapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern einfach zu gering. So könnte die Auswertung im Extremfall bis zu 42 Stunden dauern. Hinzu kommt, dass ein PCR-Lolli-Pooltest einmal in der Woche nicht den dreimaligen Antigentest ersetzen kann. Insgesamt entstünde ein erheblicher Aufwand, der es fraglich erscheinen lässt, ob dieser im Verhältnis zum Nutzen gerechtfertigt ist.

Für die Pandemiebekämpfung an Schulen und Kitas ist es viel wichtiger, dass Quarantänemaßnahmen effektiv umgesetzt werden. Je besser die Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden – was die Schulen bereits vorbildlich tun –, desto besser haben wir die Lage im Griff. Konsequentes Tragen der Maske, Händewaschen und Lüften bleiben die Hauptmaßnahmen an den Schulen, um Präsenz weiter gewährleisten zu können – sowie selbstverständlich weiteres Impfen und Boostern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“