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Modellregion M-V – kontrollierte Freigabe von Cannabis

Zur Ablehnung des Antrags „Prävention und Jugendschutz stärken – Konsum von Cannabis legalisieren und vollständig entkriminalisieren“ erklärt der gesundheitspolitische  Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin

„Eine riesiger Schwarzmarkt, keine Kontrolle sowie mangelnde Präventions- und Hilfsangebote belegen: Die deutsche Drogenpolitik ist krachend gescheitert.

Dennoch blockiert die Landesregierung die Möglichkeit, Wege zu beschreiten, die zu einer vernünftigen und humanen Drogenpolitik führen können. Altbackene und ideologiebelastete Argumente müssen herhalten, die Ablehnung zu begründen. Sie verweigert damit einen tatsächlich erfolgreichen Jugendschutz, denn der Dealer fragt nicht nach dem Ausweis, staatlich lizensierte Ausgabestellen schon. 

Auch aus medizinischer Sicht ist das Cannabisverbot nicht zu rechtfertigen. Zahlreiche Studien belegen: Alkohol und Tabak sind um ein Vielfaches schädlicher als Cannabis. Die Einteilung in legale und illegale Drogen erweist sich als reine Willkür. Nach wie vor wird ebenso fälschlicherweise behauptet, dass Cannabis eine Einstiegsdroge ist. Das ist seit mehr als 20 Jahren wissenschaftlich widerlegt, nur bei unserer Landesregierung offenbar noch nicht angekommen. Die Aussage, wer Cannabis konsumiert, der steigt auf härtere Drogen um, ist demnach genauso sinnvoll wie die Aussage: Wer eine Erkältung hat, bekommt auch eine Lungenentzündung.

Wir fordern deshalb eine kontrollierte Freigabe von Cannabis mit erfolgreichem Jugendschutz und deutlich besseren Präventions- und Hilfsangeboten. M-V soll dafür eine Modellregion sein. Andere Länder machen es vor und beweisen, dass eine strikte Verbotspolitik der falsche Weg ist.“