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Industriepolitische Alternativen für Werftstandorte entwickeln

 

Zur Insolvenz der MV Werften erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Jeannine Rösler:

„Es ist eine sehr bittere Nachricht für die Beschäftigten und ihre Familien sowie den Werftstandort Mecklenburg-Vorpommern, dass die MV Werften heute Insolvenz angemeldet haben.

Trotz dieser schockierenden Meldung muss der Blick nun rasch nach vorne gehen. Zum einen muss sichergestellt werden, dass die Folgen der Insolvenz für die Beschäftigten sozial abgefedert werden. Hier wird das Land seinen Beitrag leisten. Zum anderen müssen zügig industriepolitische Alternativen für die einzelnen Standorte entwickelt werden. Es ist bedauerlich, dass unter dem damaligen CDU-Wirtschaftsminister Harry Glawe keinerlei Vorkehrungen für einen Plan B getroffen wurden. Hier wurde wertvolle Zeit vergeudet.

Die Landesregierung hat nun die Aufgabe, für jeden Standort tragfähige Lösungen zu finden. Dabei ist es erforderlich, sich deutlich breiter aufzustellen. Eine Fokussierung auf eine Sparte in der so vielfältigen maritimen Industrie birgt ein enormes Risiko, was die heutige Insolvenz der MV Werften abermals belegt. Neben dem akuten Krisenmanagement ist es deshalb wichtig, mit Hochdruck an einem maritimen Zukunftskonzept zu arbeiten.

Auch die Zulieferunternehmen dürfen keinesfalls in Vergessenheit geraten. Es wäre für viele kleinere Unternehmen ein nicht zu verkraftender Schlag, wenn sie auf ihren Rechnungen sitzen bleiben und darüber hinaus nur wenige alternative Aufträge haben.“