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Prof. Dr. Fritz Tack

Als Spätstarter mit Vollgas in die Politik

Fritz Tack beschäftigt sich sein Leben lang mit Landwirtschaft

Professor Dr. Fritz Tack ist ein politischer Spätstarter. In einem Alter, in dem andere einen Gang zurückschalten, gibt er noch mal Vollgas. Als er 2006 erstmals in den Landtag zog, war er 64 Jahre alt. Seitdem ist er Sprecher der Linksfraktion für Agrarpolitik und ländliche Räume.

„Ich verstehe ein bisschen was davon“, sagt er und untertreibt damit wohl ein Stück. Sein ganzes Berufsleben lang hat er sich mit Landwirtschaft beschäftigt und dabei Anerkennung erworben. In der DDR und im vereinten Deutschland. Schon sein Abitur in Schwerin war mit dem „Facharbeiter für Feldwirtschaft“ verbunden. An der Universität Rostock studierte er dann Landwirtschaftswissenschaften. Die Mauer war gerade errichtet und der Kalte Krieg in vollem Gang. Die 60-er Jahre, lange her.
Damals wurden weibliche Kommilitonen noch mit „Fräulein“ angesprochen. Eines dieser „Fräulein“ begleitet ihn seither durchs Leben. Als Ehefrau und Mutter seiner drei erwachsenen Söhne. Partnerin ist sie ihm auch in politischen Fragen. Sie stamme aus einem sehr engagierten Elternhaus, sagt Fritz Tack. Schon als Oberschülerin trat sie in die SED ein. Er selbst dagegen war bereits 36 Jahre alt, als er 1978 um Aufnahme in die Arbeiterpartei bat.

Da hatte er sich längst für die akademische Laufbahn entschieden und promoviert. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete er im damals noch jungen Forschungszentrum für Tierproduktion in Dummerstorf bei Rostock. Ohne das „richtige“ Parteiabzeichen war in der DDR jedoch kaum Karriere zu machen. Aber das sei für ihn nicht der Grund gewesen, in die SED einzutreten. „Es war mir selbst wichtig. Aus der Erfahrung am Institut. Aus den Diskussionen mit meiner Frau. Ich war überzeugt, dass die Entwicklung in der DDR die richtige ist.“ 1981 ging er als Hochschullehrer wieder an die Rostocker Universität, mit zweiter Promotion und Lehrberechtigung in der Tasche. 1987 wurde er Parteisekretär an der Sektion Landtechnik und im September 1989 in der Noch-DDR schließlich zum Professor berufen.

„Da hat man schon deutlich gemerkt, dass Veränderungen in der Luft liegen“, erinnert er sich. Dass die DDR wirtschaftlich am Ende war, das habe man auch an der Universität gespürt. An zu schlecht ausgebildeten Facharbeitern kann das seiner Meinung nach nicht gelegen haben. Auch die Ausbildung an der Universität sei gut gewesen. Aber nach der Wende standen die Agrarwissenschaften auf der Kippe. Mit Kiel gab es plötzlich einen Konkurrenten für das landwirtschaftliche Studium im Norden. Am Ende war Platz für beide. Die Sektionen wurden zwar aufgelöst, aber die traditionsreiche Agrarwissenschaftliche Fakultät neu gegründet, nun mit spezieller ökologischer und landeskultureller Ausrichtung. „So ein Alleinstellungsmerkmal ist überlebenswichtig“, sagt er.
Genau wie die Verbindung zur Praxis. „Wir hatten beim Bauernverband immer einen guten Stand“, betont er. Was sich wohl auch positiv auf die Abgeordneten auswirkte. „Es war 1991, die letzte Sitzung vor der Sommerpause“, erinnert er sich an einen Besuch im Landtag. „Das Parlament fasste einstimmig den Beschluss, unsere Ausbildung in Rostock zu erhalten.“ Damals nicht ahnend, dass er anderthalb Jahrzehnte später selbst im Parlament sitzen würde.

Zunächst war es ihm wichtig, dass die erreichten wissenschaftlichen Leistungen und Qualifikationen im vereinten Deutschland anerkannt werden. Was 1992 geschah. Vier Jahre später wurde Fritz Tack für zwei Perioden zum Dekan gewählt, bis 2004 war er Fachbereichssprecher für Agrarökologie.
Im gleichen Jahr, mit 62 Jahren, kandidierte er erstmals für ein kommunalpolitisches Parlament: den Kreistag Bad Doberan, dem er bis heute angehört. Als Vorsitzender der Thünengesellschaft, die sich dem Vermächtnis des Landwirts und Sozialreformers verschreibt, liegt ihm die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume am Herzen.
Der Kreis Güstrow, in dem auch die Gesellschaft ihren Sitz hat, ist sein Wahlkreis. Im Parlament ist er nun Sprecher seiner Fraktion für Agrarpolitik und ländliche Räume.
Weil er eine Menge davon versteht.

Prof. Dr. Fritz Tacks Pressemeldungen

Schnelle Hilfe für Landwirte erforderlich

Angesichts der zunehmenden Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation vieler Landwirtschaftsbetriebe ist aus Sicht des agrarpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, rasche Hilfe durch die Politik geboten.   „Die angespannte Lage in vielen Betrieben durch die ruinösen Preise bei Milch und Fleisch verschärft sich durch... Weiterlesen


Gravierende Ertragseinbrüche bei Winterraps

Zu den gravierenden Ertragseinbrüchen bei Winterraps erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:   „Nach dem Verbot der Beizung von Winterrapssaatgut mit Neonicotinoiden zum Schutz vor Schadinsekten Ende 2013 durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zeigt auch die diesjährige Ernte die... Weiterlesen


Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft sichern

Zum Tag des offenen Hofes am kommenden Sonntag erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack: „Am diesjährigen Aktionstag, der vom Bauernverband M-V und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz organisiert wird, beteiligen sich in diesem Jahr 17 Landwirtschafts- und Verarbeitungs- bzw.... Weiterlesen


Unser Land braucht die Milchbauern

Zu der morgen stattfindenden Beratung des Bundeslandwirtschaftsministers mit den Ressortchefs der Länder zur Milchkrise erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:  „Es muss sofort alles unternommen werden, um die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe, besonders der Milch produzierenden Unternehmen zu... Weiterlesen


Menschen, Wölfe und Nutztiere gleichermaßen schützen

Im Zusammenhang mit der Wiederausbreitung des Wolfes in M-V und den daraus resultierenden erforderlichen Konsequenzen erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack: „Meine Fraktion begrüßt die Wiederansiedlung des Wolfes und die Pläne der Landesregierung für einen erweiterten Schutz der Nutztiere, vor allem der... Weiterlesen


Königsweg zur Lösung der Probleme in der Landwirtschaft gibt es nicht

Nach der Sitzung des Agrarausschusses, auf der gemeinsam mit den berufsständigen Vertretungen, dem Bauernverband M-V, dem Bund Deutscher Milchviehhalter und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, über die Situation der Landwirtschaftsbetriebe in M-V beraten wurde, erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz... Weiterlesen


Probleme der Landwirtschaftsbetriebe beraten und Lösungen finden

Auf Antrag der Linksfraktion berät der Agrarausschuss des Landtages morgen die Situation der Landwirtschaftsbetriebe in M-V. Dazu erklärte der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack: „Die Situation unserer Milchbetriebe ist wie in ganz Deutschland dramatisch. Immer mehr geben die Milchproduktion auf oder überlegen, dies... Weiterlesen


Auch bei Glyphosat-Zulassung gilt das Vorsorgeprinzip

Der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Fritz Tack, kritisiert die Pläne der EU-Kommission, das Totalherbizid Glyphosat ohne weitere Auflagen für weitere neun Jahre zuzulassen:   „Für mich und meine Fraktion gilt nach wie vor: Solange auch nur die geringsten Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit dieses Mittels bestehen,... Weiterlesen


Bauernverband M-V – unerlässlich für landwirtschaftliche Entwicklung

Anlässlich des morgigen 25-jährigen Jubiläums des Bauernverbandes M-V erklären der Vorsitzende der Linksfraktion, Helmut Holter, und der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack: Holter: „Namens meiner Fraktion gratuliere ich dem Bauernverband M-V zur erfolgreichen Arbeit besonders auch in schwierigen Situationen. Unser... Weiterlesen


Schutz der Nutztiere und der Wölfe gleichermaßen gewährleisten

Angesichts der erneuten Überfälle von Wölfen auf Schafbestände fordert der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, zum wiederholten Mal, die gesamte Fläche des Landes zum Wolfsgebiet zu erklären. „In der Folge würden die finanziellen Hilfen für betroffene Nutztierhalter aufgestockt“, erklärte Tack am Dienstag. Damit hätten... Weiterlesen


Tag des Waldes: Nachhaltige Forstwirtschaft in M-V

Zum heutigen Internationalen Tag des Waldes 2016 erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:   „Der Wald, der in M-V knapp ein Viertel der Landesfläche ausmacht, ist ein hohes Natur- und Kulturgut. Im aktuellen Forstwirtschaftsbericht wird festgestellt, dass der Wald im Land der gesündeste in Deutschland ist. Das... Weiterlesen


Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher wirkungsvoll gestalten

Zum Weltverbrauchertag 2016 erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:   „Verbraucherschutz ist ein Thema, das in der heutigen globalisierten Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Industrielle Gesellschaften sind Verbrauchergesellschaften.  Die gesellschaftliche Entwicklung fordert ein stärkeres Bewusstsein für... Weiterlesen


Risiken für Mensch und Umwelt bei Glysophat-Einsatz klären

Zur Entscheidung der EU-Kommission, die Abstimmung über eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu verschieben, erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:  „Die Unterschiede bei der Bewertung der Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat zwischen der Krebsforschungsagentur der WHO,... Weiterlesen


Grüne Woche pro Land- und Ernährungswirtschaft nutzen

Anlässlich der bevorstehenden Internationalen Grünen Woche in Berlin erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:  „Kaum eine Branche in Europa und Deutschland steht derzeit vor solch großen Herausforderungen wie die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die ruinösen Erzeugerpreise in der Milch- und Fleischerzeugung... Weiterlesen


Große Herausforderungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft

Anlässlich der Übernahme des Vorsitzes über die Agrarministerkonferenz des Bundes und der Länder durch Agrarminister Dr. Till Backhaus erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:  „Im vor uns liegenden Zeitabschnitt sind viele Probleme für die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu lösen. Die ruinösen Erzeugerpreise... Weiterlesen


Licht und Schatten in der Bilanz der Agrarwirtschaft in M-V

Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Agrarministers, auf der auch das Landesprogramm zur Stärkung des ökologischen Landbaus vorgestellt wurde, erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack: „Das zu Ende gehende Jahr ist für die Land- und Ernährungswirtschaft von Licht und Schatten geprägt. Einerseits haben... Weiterlesen


Bestandsobergrenzen in der Tierhaltung wissenschaftlich erarbeiten

Zum Beschluss über den Antrag der Linksfraktion „Bestandsobergrenzen in der Tierhaltung wissenschaftlich begründen“ heute im Landtag erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:   „Ich bin sehr froh über den heutigen Beschluss zu Tierobergrenzen in M-V. Damit steigen die Chancen, die Tierhaltung in M-V im Interesse... Weiterlesen


Austrag von Stickstoffverbindungen drastisch verringern!

Zur heutigen öffentlichen Anhörung zum Thema „Strategie zur Minimierung von reaktiven Stickstoffverbindungen“ im Agrarausschuss erklären der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, und die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke:  Tack: „Die Anhörung machte deutlich, dass sehr schnell viel mehr... Weiterlesen


Bei Einführung von Tierbestandsobergrenzen einen Schritt weiter

Zum Ergebnis der Beratung des Antrags der Linksfraktion „Bestandsobergrenzen in der Tierhaltung wissenschaftlich begründen“ heute im Agrarausschuss erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:  „Wir sind heute in Sachen Tierbestandsobergrenzen einen guten Schritt weitergekommen. Der Ausschuss empfiehlt dem Landtag,... Weiterlesen


Erhalt und Schutz des Bodens sind wichtige Aufgaben der Landwirte

Der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, begrüßt die gemeinsame Erklärung des Bauernverbandes M-V und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland „Schöpfungsgut Boden nachhaltig bewirtschaften und bewahren“.  „Der Erhalt und der Schutz des Bodens waren, sind und bleiben zentrale Anliegen meiner Fraktion. Der... Weiterlesen