Newsletter - 15. Juni 2018

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Kolumne
  2. Aktuell
  3. Aus der Landtagsfraktion
  4. Von unserem Europaabgeordneten
  5. Termine
  6. Newsletter (ab-)bestellen?
 

Kolumne

 

Für ein realistisches Schönheitsideal

 

von Wenke Brüdgam, Landesvorsitzende:

Die Franzosen machen es und nun wohl auch die Kopenhagener. Sie kennzeichnen bearbeitete Werbebilder, um deutlich zu machen, dass es nicht der Realität entspricht. Eine kleine Kennzeichnung am Rande der Bilder. Warum? Ganz einfach, in Zeiten von vermeintlichen Topmodels im Abendprogramm und Schönheits-OPs im Sonderangebot fühlen viele Frauen sich zunehmend unwohl in ihrem Körper.

Laut einer Emnid Studie betrifft dies 59% - also mehr als jede Zweite aller Frauen. Hier zu wenig, da zu viel, Frauen stellen ihr schönes Licht oft unter den Scheffel. Jede vierte Frau, aber auch etwa jeder fünfte Mann leidet psychisch unter dem ständigen Vergleich mit Menschen, die es so nur dank Photoshop und anderer Bildbearbeitungsprogramme gibt! Das Problem ist dabei nicht, dass Bilder bearbeitet werden - dies ist ja längst zum Hobby vieler Smartphonebesitzerinnen und -besitzer geworden. Das Problem ist, dass nicht erkennbar ist, DASS sie bearbeitet wurden und dadurch ein falsches Bild vom Schönheitsideal unserer Zeit entsteht. Diese Bilder vermitteln ein falsches und ungesundes Bild davon, wie man aussehen sollte, um „normal“ zu sein. Dabei orientieren Frauen sich deutlich stärker an ihrem sozialen Umfeld und damit auch an der Werbung als Männer. Die Folgen: Magersucht, psychische Belastungen und Depressionen.  Frankreich hat als erstes Land entschieden, dem einen Riegel vorzuschieben. Seit Mai 2017 dürfen keine „Magermodels“ mehr auf die Laufstege und seit Oktober müssen bearbeitete Bilder gekennzeichnet werden. Geschieht dies nicht, werden Geldstrafen von bis zu 37.500€ fällig. In Kopenhagen wird dies diskutiert. Wir finden, auch in Deutschland sollten wir Mädchen und Frauen vor dem sozialen Druck, der durch die Werbung entsteht, schützen und eine Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Bilder einführen. Ist dies eine politische Forderung? Ja, denn sie hat ganz klar etwas mit der Bekämpfung von Sexismus in unserer Gesellschaft zu tun, in der Frauen und auch Männer auf ihr Äußeres reduziert werden. Wer nicht mithalten kann wird diskriminiert. Dies wollen wir nicht länger hinnehmen. Solange die Politik hier schläft eine Bitte: Liebe Werbefirmen, verpflichten Sie sich selbst endlich ein realistisches Schönheitsideal zu zeigen oder kennzeichnen Sie wenigstens die unrealistischen. Frauen sind unterschiedlich und in ihrer Unterschiedlichkeit wunderschön!

Hintergrund

Einem Bericht des Radiosenders Deutschlandfunk Kultur zufolge, hat der Stadtrat von Kopenhagen über einen Antrag zu befinden, in dem gefordert wird, Bildbearbeitung auf städtischen Werbeflächen kenntlich zu machen. Insbesondere richtet sich diese Initiative gegen oft völlig unrealistische Bilder von Frauen, die durch die Werbung erzeugt werden.

In Frankreich gibt es bereits seit Herbst letzten Jahres landesweit eine ähnliche Kennzeichnungspflicht für geschönte Frauenbilder in der Werbung – eingereiht in ein ganzen Maßnahmenpaket, welches „Magermodels“ und dem damit einhergehenden unrealistischen Frauenbild entgegen wirken will.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/unrealistische-schoenheit-kopenhagen-will-retuschierte.2165.de.html?dram:article_id=420158

 
 

Aktuell

 

Armutskongress des »Netzwerk gegen Kinderarmut« in Leipzig

 

Am 2. Juni 2018 fand in Leipzig der Armutskongress des Netzwerkes gegen Kinderarmut mit dem Titel »Armut hat ein Gesicht: Augen – Nase – Mund« statt. 

»Kinderarmut ist in Deutschland zu einer Klassenfrage geworden: Über 2,7 Mio. Kinder bekommen schlechtere oder keine Chancen zum Aufstieg. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Kinder, die in Armut aufwachsen, haben weniger Bildungs- und später schlechtere Einkommenschancen. Sie leben häufiger ungesund, was zu einer schlechteren Lebensperspektive und einer geringeren Lebenserwartung führt. Kinder brauchen unseren Schutz«, so der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Dr. Dietmar Bartsch.

»Tatsache ist: Kinderarmut wird in der Gesellschaft häufig negiert, weder ernst genommen, noch ernsthaft bekämpft. Wenn das so bleibt, berauben wir uns unserer eigenen Zukunft«, so Bartsch weiter.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, stellte im Rahmen des Armutskongresses klar, dass »es wesentliches Moment ist, dass unsere Gesellschaft ihre Haltung zu Kindern und Familien verändert. Kinderarmut ist nicht selbstverschuldet und es muss alles dafür getan werden, dass Kinder aus der Armutsspirale herausgeholt werden.«

»Die momentane Familienpolitik folgt dem Matthäus-Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben.«, so Professor Dr. Michael Klundt. Dies unterstützte die Familienministerin des Landes Thüringen, Heike Werner und wies darauf hin: »Die zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft gefährdet unsere Demokratie.«

Der Journalist Alexander Hagelüken (Süddeutsche Zeitung) spitzt die Situation zu, nimmt das Wort »Bürgerkrieg« in den Mund und sagt deutlich, »dass nur ein neuer Gesellschaftsvertrag sozialen Frieden und Gerechtigkeit sowie Wohlstand für alle sichern kann.«

Der Kampf gegen Kinderarmut duldet keinen Aufschub. Jedes verlorene Jahr ist ein Lebensjahr eines Kindes. Kinderarmut raubt Lebensfreude und Lebenschancen, sie zerstört Kindheit. Wir müssen die zivilisatorische Errungenschaft »Kindheit« bewahren und verteidigen. Kinderarmut ist eine zivilisatorische Tragödie!

Dietmar Bartsch dankt engagierten Referenten: Dr. Thomas Lampert, Robert-Koch-Institut und Wolf Dermann, Geschäftsführer von Arbeiterkind.de.

»Wir brauchen in Deutschland keine Worte mehr, sondern entschlossene Taten. Wir werden den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, den Kampf gegen Kinderarmut entschlossen anzugehen.«

 

Regionalkonferenz: Digitalisierung in der Medizin - Einladung

 

Für die Kommunalwahlen im Jahr 2019 will sich DIE LINKE in Mecklenburg-Vorpommern ein eigenes Programm geben - die kommunalpolitischen Leitlinien. Ein Grundsatzpapier hierzu ist in der Diskussion und über die Internetseite des Landesverbandes abrufbar.

Bevor wir unser Kommunalwahlprogramm der breiten Öffentlichkeit präsentieren, wollen wir mit euch diskutieren. Welche Inhalte sollen eine Rolle spielen? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen?

Entscheidend ist für uns: Ob in den Kreistagen, Gemeinde- und Stadtvertretungen oder Bürgerschaften: Wir wollen Politik zu Hause demokratisch, sozial und gerecht mitgestalten. 

Am 23. Juni, 10 Uhr wollen wir uns in Malchow im Rahmen einer Regionalkonferenz mit Fragen der Digitalisierung in der Medizin beschäftigen. Die fortschreitende Digitalisierung hat längst alle Lebensbereiche erreicht. In der Medizin ist sie kaum noch wegzudenken und hat nebenbei das Gesundheitssystem grundlegend verändert. Es bieten sich Risiken und Chancen, gerade für die medizinische Versorgung in einem Flächenbundesland wie Mecklenburg-Vorpommern. Wie formulieren wir unsere Ansprüche für den Zugang zu medizinischen Einrichtungen? Auf welchem Stand befindet sich das Gesundheitssystem in M-V? Wo muss investiert werden? Was ist realistisch; was Zukunftsmusik? Und was kann hierbei auf kommunaler und Landesebene gestaltet werden?

Diese und andere Aspekte wollen wir mit Expertinnen und Experten aus der Gesundheitsbranche und praktizierenden Medizinern diskutieren. 

Seid dabei, meldet euch unter info@die-linke-mv.de an und macht unsere kommunalpolitischen Leitlinien zu einem Programm aller Mitglieder.

Zum Programm

 

Wie im Dorfladen Parteitag Bochum, Wittenberge, Berlin: An der Linken-Basis haben viele die Nase voll vom Streit der Führungsfrauen

 

'Der Freitag' sprach u.a. mit Dirk Bruhn - Bürgermeister von Siedenbrünzow und stv. Landesvorsitzender

"[...] In Siedenbrünzow etwa – 528 Einwohner, Mecklenburgische Seenplatte – stimmten 2016 bei der Landtagswahl 22,8 Prozent für die AfD. Bei der Bundestagswahl 2017 dann 29 Prozent. Vor Ort hätten die Rechtspopulisten niemanden, sagt Siedenbrünzows Linken-Bürgermeister Dirk Bruhn, 'aber wenn ich zwei Plakate für uns klebe, hängen da 20 von der AfD'.

Bruhn ist ein so großer wie kräftiger Mann, brauner Bart und Haarkranz, gelernter und studierter Landwirt. Die 170 Kilometer nach Wittenberge ist er gekommen, um von seinem Ort zu erzählen. Als einzige von 16 Gemeinden in der Umgebung betreibt Siedenbrünzow die örtliche Kita noch selbst. Neun Kinder sind es aktuell, Kostenneutralität herrsche bei zehn, rechnet Bruhn mit an die Wand geworfenen Folien vor. Aber das zuständige Amt wolle so oder so, dass auch Siedenbrünzows Kita an einen vermeintlich kostengünstigeren freien Träger geht. Den Widerstand dagegen führt der Linke ebenso erfolgreich wie sein CDU-Vorgänger. Das liegt vor allem am Umspannwerk im Gemeindegebiet, welches kräftige Steuereinnahmen und Haushaltsrücklagen von einer Million Euro garantiert. [...]"

Zum Artikel

 

Zum Bundesparteitag der LINKEN: M-V ist wieder im Parteivorstand vertreten!

 

„Wir gratulieren Simone Oldenburg zur Wahl als stellvertretende Parteivorsitzende. Endlich ist DIE LINKE Mecklenburg-Vorpommern wieder im Parteivorstand vertreten. Simone Oldenburg wird als Bildungsexpertin im Landtag M-V und erfahrene Kommunalpolitikerin die Sorgen der Menschen hierzulande nun auch auf Bundesebene angehen.“, so Brüdgam und Koplin.

Offene Grenzen, ja oder nein - zur Debatte auf dem Bundesparteitag der LINKEN

Nach der Rede der Vorsitzenden der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht, befürwortete der Parteitag spontan eine Debatte.

„Auf dem Parteitag ist ein Ventil aufgegangen. Es zeigt sich: DIE LINKE hätte frühzeitig offen, solidarisch und konstruktiv in den letzten Monaten über das Thema Einwanderung mit oder ohne offene Grenzen sprechen sollen. Dies ist nicht geschehen.“, so Wenke Brüdgam.

Ungünstigerweise wurden zudem zwei Anträge an den Bundesparteitag, die sich mit dem Themenkreis Flucht und Integration beschäftigen wollten, einen Tag zuvor nicht abschließend behandelt, sondern in den Parteivorstand überwiesen.

„Die Positionen von Sahra Wagenknecht sind nicht unumstritten, deshalb ist eine Klärung notwendig und wichtig für unsere Partei und besonders für die Gesellschaft. Wir müssen den Mut aufbringen und uns der Debatte über ein linkes Einwanderungsgesetz stellen. Das ist auch eine Hausaufgabe für unseren Landesverband, die wir annehmen.“ erklärt Torsten Koplin.

Für eine solche Debatte haben die Linksfraktionen der Landtage in den neuen Bundesländern einen Vorschlag unterbreitet. Diese Konzeption einer LINKEN Flüchtlings- und Einwanderungsgesetzgebung kann die Grundlage für eine bundesweite Diskussion der LINKEN sein.

„Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass es neben der Migrationsfrage auch andere drängende Themen gibt. Viele Menschen wollen Antworten zum bezahlbaren Wohnen oder für eine menschenwürdigen Pflege. Diese sozialen Fragen dürfen nicht hinter der Migrationsdebatte zurückstehen“, so abschließend Wenke Brüdgam.

 
 

Gemeinsam mehr werden. Gerechtigkeit ist machbar. 1. Tagung des 6. Parteitags der Partei DIE LINKE vom 8. bis 10. Juni 2018 in Leipzig

 

Die 1. Tagung des 6. Parteitages der Partei DIE LINKE fand vom 8. bis 10. Juni 2018 in Leipzig statt. Der Parteitag beriet über die Kampagnen der Partei gegen den Pflegenotstand und gegen die Wohnungsnot. Er diskutierte Fragen der Flüchtlingspolitik und wählte einen neuen Parteivorstand.

Alle Reden und Grußworte, alle Beschlüsse und Resolutionen, Berichte und Wahlergebnisse. ...

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Andreas Sturm Bürgermeister von Friedrichsruhe

 

Bereits am 27. Mai fand in Friedrichsruhe in Ludwigslust-Parchim die Bürgermeisterwahl statt. Mit Andreas Sturm hat die Gemeinde nun einen linken und bereits erfahrenen - weil amtierenden - Bürgermeister. Zu den ersten Gratulanten gehörten Kreisvorsitzender Marko Schmidt und Landesvorsitzender Torsten Koplin. Herzlichen Glückwunsch!

 
 

Aus der Landtagsfraktion

 

Die Linksfraktion auf Landtour: Übergang Schule-Beruf

 

Die Abgeordneten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Linksfraktion waren auf Landtour in M-V unterwegs. Im Mittelpunkt der Besuche vor Ort standen die Probleme beim Übergang von der Schule in den Beruf.

In nahezu allen Branchen und Landesteilen herrscht inzwischen ein Mangel an Fachkräften. Wirtschaftlich ist M-V maßgeblich durch den Tourismus geprägt, aber gerade in diesem Bereich fehlen die meisten Fachleute. Im Hotel- und Gaststättengewerbe sind derzeit mehr als 1.000 Ausbildungsplätze unbesetzt, über 1.500 Arbeitsstellen sind vakant. Aber immer noch sind die Löhne der Beschäftigten in dieser Branche gering, und sie liegen weit unter denen in anderen Bundesländern. So verdient etwa ein Koch in M-V im Schnitt 500 Euro weniger als ein Koch in Bayern. Bei Restaurantfachkräften beträgt der Unterschied immerhin noch gut 200 Euro.

Auch in anderen Branchen bleiben immer mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze unbesetzt und zwar mit steigender Tendenz. Die Zahl der offenen Ausbildungsplätze ist in M-V gegenüber dem Vorjahr um fast neun Prozent gestiegen – bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der unversorgten Bewerber. Die Fraktion wollte auf der Landtour u.a. die Ursachen für diese Entwicklung ergründen und mit Fachleuten sowie betroffenen Jugendlichen erforderliche Maßnahmen und Strategien entwickeln und diskutieren. Die Abgeordneten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trafen sich u.a. mit Vertretern von Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben, Kammern und Verbänden. Auf einer gemeinsamen Klausur wurde ein Programm entwickelt, damit der Übergang von der Schule in den Beruf besser gelingt.

Alle Jugendlichen, die dies wollen, haben ein Recht auf eine gute Ausbildung zu guten Bedingungen. Das ist die Grundlage für einen erfolgreichen Kampf gegen den sich zuspitzenden Fachkräftemangel.

Video Auftaktveranstaltung
Zeitung Übergang Schule und Beruf

 

Fauler Kompromiss Vergabegesetz zeigt kaum Wirkung

 

Zur gestrigen abschließenden Ausschussberatung zum Vergabegesetz und zur Antwort auf die Kleine Anfrage „Auswirkungen eines höheren vergabespezifischen Mindestlohnes für die Beschäftigten in M-V“ (Drs. 7/2116) erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Bis zur letzten Minute hat meine Fraktion versucht, den Gesetzesentwurf der Landesregierung zu qualifizieren, damit am Ende etwas halbwegs Vernünftiges herauskommt. Doch weder unsere Änderungsanträge noch unser eigener Gesetzentwurf haben SPD und CDU bewegen können, spürbare Verbesserungen vorzunehmen. Mit unserem Gesetzentwurf lagen deutlich weitreichendere und konsistentere Änderungen auf dem Tisch.

Der Regierungsentwurf ist und bleibt das Ergebnis eines faulen Kompromisses und am Ende ein zahnloser Tiger. Bis zuletzt war die Landesregierung auch nicht in der Lage darzulegen, wie viele Beschäftigte tatsächlich von dem neuen Vergabemindestlohn von 9,54 Euro profitieren. Nicht im Ausschuss und auch nicht in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Da sämtliche Branchenmindestlöhne über den festgesetzten 9,54 Euro liegen, wird das neue Gesetz kaum Wirkung zeigen. Das Ziel, die Lohnspirale nach oben in Gang zu setzen und vor allem die Tarifbindung zu stärken, wird klar verfehlt.

Diesem Anspruch wird der Entwurf meiner Fraktion gerecht, da er sich an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder anlehnt und der Stundenlohn der untersten Entgeltgruppe mit 10,09 Euro unter anderem über dem für öffentliche Vergaben geltenden Tariflohn für das Reinigungsgewerbe liegt. Gerade das Reinigungsgewerbe hat einen großen Anteil an öffentlichen Aufträgen. Auch in Richtung nachhaltiger Beschaffung ist die Landesregierung keinen einzigen Schritt vorangekommen. Alles bleibt bei halbgaren Kann-Bestimmungen.“

 
 

Von unserem Europaabgeordneten

 

Georgiens Krieg in russische Invasion umzudeuten, verfälscht Geschichte

 

Am  Donnerstag stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments dem Entschließungsantrag mit dem Titel ‚Besetzte Gebiete in Georgien zehn Jahre nach der Invasion durch Russland‘ zu. Helmut Scholz, Europaabgeordneter der LINKEN, kritisiert den Bericht und war am Montag mit dem Antrag einer Änderung des Titels der Aussprache knapp gescheitert.

„Wer in diesem Haus den Krieg Georgiens vom Sommer 2008 negiert oder in eine ‚russische Invasion‘ umdeuten will, der betreibt bewusst Geschichtsrevisionismus“, erklärte Scholz in der Plenardebatte. „Bleiben wir bei den Fakten: Gleich seinem ultranationalistischen Vorgänger Gamsachurdia hatte Staatschef Saakaschwili 2008 einen Waffengang gegen Abchasen und Südosseten mit dem Ziel angezettelt, sie der Zentralgewalt zu unterwerfen und zugleich ihrer historischen Identität zu berauben. In einer Region, in der die auf engstem Raum lebenden Völker noch heute die Formen eines gemeinsamen Zusammenlebens nicht finden.“

„Es stellt sich die Frage nach dem Warum der aktuellen Diskussion über diese Vorgänge. Es geht offenbar darum, die Arbeit der Hohen Vertreterin für die Außenpolitik der EU zu torpedieren oder aber der russischen Seite, in einer Zeit, wo wir doch täglich sehen, wie rasant sich die Weltkonstellation ändert. Gehen Sie entspannt mit dieser Debatte um, denn die politische Lage vor Ort ist deutlich besser als das Parlament sie darzustellen versucht“, erklärte Helmut Scholz gegenüber der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

„Die heute regierenden Eliten in Tiflis, Suchumi, Tchinwali aber auch in Moskau arbeiten daran, den Modus Operandi von vor der Rosenrevolution wiederherzustellen, den Handel zu entwickeln, die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und die Beziehungen möglichst zu entspannen. Die Grundfrage, in welcher Form die hier lebenden Völker in ihrer nationalen Identität zusammenleben können, ist damit aber nicht gelöst. Setzen Sie ihre besten Ressourcen an die Beantwortung dieser Frage, damit die EU hierbei eine friedensstiftende Rolle spielen kann.“

 
 

Termine

 

o 16. Juni/ 10.00/ Landesvorstand/ Lübz, Mehrgenerationenhaus

o 22. Juni/ 14.00/ Webmaster-Schulung zum LINKEcms/ Rostock, Kreisgeschäftsstelle

o 23. Juni/ 10.00/ Regionalkonferenz "Digitalisierung und Gesundheit"/ Malchow, Werleburg-Kantine, Bahnhofstraße 5, 17213 Malchow

o 5. Juli/ 16.30/ Landeswahlbüro/ Rostock, Kreisgeschäftsstelle

 

weitere Termine auf www.originalsozial.de

 
 

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Redaktion: Björn Griese

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Björn Griese

 
 

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