Bildungsminister Henry Tesch (CDU) wird mit der Bundeswehr eine Vereinbarung unterzeichnen, die es Jugendoffizieren erlaubt, in Schulen über Krieg und Kampfeinsätze zu sprechen.
Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der Linken, lehnt einseitige Gespräche mit Schülern über Bundeswehreinsätze ab
„Es besteht die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler von Soldaten vermittelt bekommen, Krieg sei in Ordnung. Doch Krieg und Kampfeinsätze verursachen Leid und Unterdrückung, zerstören Familien, ganze Länder und sind unmenschlich in ihrer Durchführung und ihren Folgen. Wenn die Bundeswehr an Schulen geht, dann nur in Form eines Diskurses mit zivilgesellschaftlichen Kräften, die Alternativen aufzeigen. Junge Menschen die in Frieden aufwachsen, können lernen diesen zu schützen- aber nicht mit der Waffe in der Hand! In Afghanistan sind 2009 mehr als 2.400 Zivilpersonen getötet worden, 596 von ihnen starben infolge von Militäreinsätzen. Ich bezweifle, dass die Soldaten den Schülern diese Wahrheiten auch erzählen würden.“