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9. Juli 2010 Pressemeldungen, Landesverband, Steffen Bockhahn

Schwarz-gelb zeigt engagierten, sozial benachteiligten Studierenden die kalte Schulter

Im Bundesrat wurde heute mit der noch vorhandenen Mehrheit aus CDU, CSU und FDP eine Erhöhung des BAföG zum Wintersemester abgelehnt. Lediglich zwei Prozent mehr sollten die Bezieherinnen und Bezieher dieses Ausbildungsdarlehens bekommen. Die Länder fühlten sich finanziell überfordert, der Bund blieb stur. Anders beim Prestigeprojekt der Kanzlerin, dem Nationalen Stipendienprogramm.

Dem Widerstand der Länder begegnete die Bundesregierung mit maximalem 
Entgegenkommen. Der Bund übernimmt den kompletten Länderanteil.
"Wieder einmal zeigt die Bundesregierung, dass ihr die sozial 
Benachteiligten und Menschen mit geringen Einkommen völlig egal sind." 
kommentiert Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der LINKEN und 
Mitglied des Deutschen Bundestages dieses Vorgehen. Die BAföG-
Beziehenden werden trotz gestiegener Lebenshaltungskosten nun keine 
Erhöhung bekommen. Zudem sind die Verlängerung der möglichen 
Bezugsdauer auf bis zu 35 Jahre und andere Verbesserungen nun nicht 
rechtskräftig. "Studierende, die erst eine Ausbildung oder eine 
Berufslaufbahn absolvierten und sich weiter qualifizieren, sind somit 
weiter vom BAföG, im schlimmsten Fall sogar  aus sozialen Gründen vom 
Studienabschluss ausgeschlossen. ", so Bockhahn.
Das Stipendienprogramm, das heute den Bundesrat passierte, stößt bei 
Bockhahn ebenfalls auf Kritik. Die Stipendiaten sollen 300 Euro im 
Monat bekommen, von denen die Hochschulen die Hälfte aus Eigenmitteln 
oder durch Sponsoren aufbringen sollen. "Welche Hochschule im Land hat 
dieses Geld über oder so viel Personal, dass dieses Spenden sammeln 
könnte?" so Bockhahn.