Der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter, und die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft "Frieden und internationale Sicherheit" beim Landesvorstand der Partei DIE LINKE. MV erklären aus Anlass des bevorstehenden Weltfriedenstages:
Am 1.September 2009 jährt sich zum 70. Mal der Tag des Überfalls des faschistischen Deutschlands auf Polen. Der damit begonnene Zweite Weltkrieg forderte Millionen Menschenopfer und führte zu Zerstörung, Vertreibung und zur Teilung Deutschlands.
70 Jahre nach Entfesselung des Zweiten Weltkrieges ist Krieg wieder zum Mittel der Politik geworden. Wieder fallen Soldaten in Kriegseinsätzen, werden unschuldige Zivilisten Opfer von Gewalt, führt Krieg zu Zerstörung, Hunger, Vertreibung.
Allein im neunten Jahr des Afghanistan-Krieges sind über 1.000 getötete Zivilisten seit Anfang des Jahres zu beklagen. Die internationalen Truppen verzeichnen die verlustreichsten Monate seit 2001.
Damit muss Schluss sein! Denn Frieden kann man nicht herbeibomben, der Terrorismus ist mit Gewalt nicht zu besiegen.
Jedes Jahr werden rund eine Milliarde Euro für die Einsätze der Bundeswehr im Ausland bereitgestellt. Deutschland gehört zu den Exportweltmeistern für Waffen und Rüstungsgüter.
Damit muss Schluss sein! Denn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gebietet Frieden! DIE LINKE fordert daher ein Ende der deutschen Beteiligung an NATO-Kriegen und den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan! Wir setzen uns ein
für radikale Abrüstung und das Verbot von Rüstungsexporten.
Wir wollen, dass künftige Generationen in einer friedlichen, gerechten und demokratischen Welt leben.
Wenn wenige Tage nach dem Weltfriedenstag Neubrandenburg-Trollenhagen Ausgangspunkt für eine große NATO-Luftwaffenübung ist, wirkt das sehr befremdlich. Nach dem Aus für das "Bombodrom" sind die Militärstrategen auf der Suche nach einem kostengünstigen Übungsplatz offenbar schnell fündig geworden.
Damit muss Schluss sein! Wir rufen daher die Bürgerinnen und Bürger des Landes auf, anlässlich des Weltfriedenstages überall im Land deutlich zu machen: Wir wollen keinen Krieg und keine Plätze, wo man Krieg übt!