Netzwerk

Netzwerk

29. April 2015  Allgemein, Netzwerk

Ergebnisse der Kinder- und Jugendkonferenz am 11. April 2015 in Schwerin

Auswertung des World Cafés (Workshop)

 

Tisch Kinder- und Jugendhilfe

  • ressortübergreifend muss Kinder- und Jugendarmut bekämpft werden
  • Bildungs- und Teilhabepaket:
    • beschleunigte Verfahren: Jugendamt Aufklärung; Jugendamt weiß nicht, ob BuT Antrag gewährt ist)
    • Aufklärung auch durch Jobcenter
    • Eltern aktivieren (Elternschule- Beratungssystem für Familienurlaub, Kita u.a.)
    • langfristig abschaffen und Geld in Infrastruktur für Kinder und Jugendliche geben
  • Familienleistungen: Welche gibt es? – in Förderfibel oder Broschüre darstellen- RÜM Vorpommern Rügen hatte die mal aufgestellt; Fördermaßnahmen insbesondere für Flüchtlinge/Asylbewerber darstellen –Dolmetscherpool – auch für Jugendämter, damit sie beraten können
  • Hilfen zur Erziehung: Familienkoordinator, der systemübergreifend Vernetzung herstellt (Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit, Kita)
  • Mobilität in M-V: Land soll mehr Verantwortung bei ÖPNV übernehmen, über alternative Formen, wie Anruftaxi, nachdenken
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf: familienfreundliche Beschäftigungsverhältnisse à Unternehmer mehr in Verantwortung auf Schichtpläne zu schauen und insbesondere Herausforderungen der Alleinerziehenden berücksichtigen
  • Jugendarbeit als Pflichtaufgabe begreifen, Mehrjährigkeit bei Beschäftigungsverhältnisse
  • Netzwerk: sollte dem Erfahrungsaustausch dienen, „Gesucht-gefunden“ beinhalten, regionale Treffen und Vernetzung notwendig

Tisch Bildung

  • Allgemein:
    • Angebote miteinander vernetzen (Hilfsangebote aufzeigen, Familienbildung: Beratung in allen Lebensphasen –> Zuständigkeit bei LK, kreisfreien Städten und somit freiwillige Aufgabe) à Familienbildung muss Pflichtaufgabe werden
    • Schulsozialarbeit an alle Schulen, Einbindung in der Schule, sichere Finanzierung, Fachlichkeit und Aufgabenbeschreibung notwendig),
    • über Sozialarbeit in Kitas nachdenken
    • Elternrecht bricht Kinderrecht à Kinderrecht sollte Elternrecht brechen, Kinder haben ein Recht auf Förderung
    • verstärkte Aufklärung der Eltern: über Elternräte und Schulen
    • Erhalt der Beratungslandschaft für umfassende Beratung der Familien
    • Mitbestimmungsmöglichkeiten der Eltern stärken
  • Schule:
    • Schule und Leben verbinden
    • Bildung und Erziehung sind getrennt, Mangel an Kontakt zu den Eltern?
    • lebenspraktische Erziehung, verpflichtendes Vorschuljahr, damit gleiche Startchancen in der Schule gewährleistet sind
    • längeres gemeinsames Lernen in der Schule (Ausbau von Ganztagsschulen, mit offenen und kostenfreien Angeboten), Freizeit in die Schule bringen
    • Paradigmenwechsel im Verständnis der Rolle von Kindern und Schule als Beratungseinrichtung
    • Berufsschulen: wir sortieren regional aus, Unterbringung und Fahrtkosten müssen kostenlos sein
    • Unterricht interdisziplinär (Schule und Wettkampf trennen) –> Kinder haben keine Zeit; Kinderrecht auf freies Spiel
  • Kita:
    • Frühdiagnostik in Kitas in enger Kooperation von Erziehern und Eltern
    • Hort: zu große Betreuungsschlüssel à „soll 1:22“ in „ist 1:22“ ändern
    • Bildungsauftrag von Kita und Hort ins KiföG à Hausaufgabenbetreuung absichern
  • Netzwerk kann:
    • Erfahrungsaustausch ermöglichen
    • rechtliche Information zu Fördermöglichkeiten
    • Best Practice
    • kreative Ideensammlung: Wie kann Familienberatung aussehen: „Dem Kind muss der Fisch schmecken.“
    • Entwicklung von Fachstandards
    • Erfassen: freiwillige Aufgaben in den Kreisen, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Familienbildung

Tisch: Gesundheit

  1. Ernährung
  • Unterrichtsfach „Haushaltsführung“/“Hauswirtschaft“
    • Alltagsbewältigung, Buchführung, Sparsamkeit, Wissen über Ernährung, Nahrungszubereitung
  • Wissensvermittlung/Aufklärung über Ernährung über Vereine/Jugendarbeit
  • Verpflegung in Kitas
    • Qualitätssicherung durch bindende (!) Standards (nicht empfehlend)
    • Zertifizierung der Essensversorgung
  • Hauswirtschaftskraft in Kitas (Bestandteil der Entgeltverhandlungen)
  1. Prävention
  • Schule: kleinere Klassengrößen, Unterstützung der Lehrer
  • Einrichtung von Familienbildungszentren
  • mobile Familienberatung
  • Kindergesundheitsziele kommunizieren und umsetzen!
  • Erreichen der Kinder/Eltern, die nicht in Kita sind
    • niederschwellige Angebote: Elterncafé, wandernde Bibliothek … durch Kita organisieren
  • soziale Vernetzung (Differenzierung abbauen!)
    • Gesamtschulen
    • Campusschulen (Gymnasium, Regionalschule, Förderschule mit einem gemeinsamen Schulhof)
    • Differenzierung in großen Städten abbauen
  • Konferenzen mit allen, die mit Kindern arbeiten
    • Wissensaustausch
    • Netzwerk Frühe Hilfen
  • Aufklärung zur Kindeswohlgefährdung für Ärzte, Lehrer, …
  • Aufklärung über Zusammenhänge von Armut und Gesundheit/Lebenserwartung
  1. Medizinische Betreuung
  • Familienhebammen stärken
    • Rahmenbedingungen: Versicherung (Lösung über Bund), Honorare, Arbeitszeit
    • sind Frühwarnsystem
  • Ärztemangel (insb. Kinder- und Jugendmediziner) entgegnen!
  • Modellprojekt „Multiple Häuser“ in ländlichen Regionen ausweiten
  • Schuluntersuchungen absichern
    • Parallelstruktur „U- und J-Untersuchungen“ der niedergelassenen Ärzte besser vernetzen, verpflichtend, häufiger
      • Datenerhebung
      • zahnärztliche Untersuchungen
      • amtsübergreifendes Fallmanagement!
    • Schulpsychologischen Dienst an Schulen
      • (Vertrauens-)Lehrer mit schulpsychologischer Kompetenz
      • Schulsozialarbeiter mit Schwerpunkt
    • Zahnarztbesuche in allen Kitas
    • Gesundheit kostenfrei!
  1. Sport/Bewegung
  • Bewegung für 3- bis 6-jährige fördern
    • Sportabzeichen in Kitas
    • personelle Kapazitäten ausbauen
    • Kooperation mit Vereinen verstärken
    • Sportfeste in allen Kitas
  • Bewegung für Schüler
    • mehr Sportunterricht bzw. Ausfall abbauen
  • Kostenübernahme von Vereinsbeiträgen
    • BuT-Mittel erhöhen/trennen (Essen vs. Teilhabe)
      • Transportkosten-Übernahme (zum Sportverein)
      • Kostenerstattung für Sportkleidung und –geräte klären (eigentlich schon möglich)
    • BildungsCard ausweiten (App entwickeln)
  1. Was kann das Netzwerk diesbezüglich leisten?
  • Forderungen an (Landes-)Politik
    • Konsens? -> überparteilich! Unabhängig!
    • Welche?
    • Wer?
    • Wie?
      • „Forderung xy wurde auf Treffen vereinbart.“
      • „Forderung yz ist Erkenntnisgewinn aus Netzwerk für einzelne Akteure.“
    • Öffentlichkeitsarbeit
      • Homepage
      • Pressearbeit
      • „Promis“ für Netzwerk gewinnen
      • Lobbyarbeit -> Netz weben!
      • weitere Partner gewinnen
        • LVG (Aktionsbündnis Gesundheit)
        • LSB
        • Städte- und Gemeindetag, Landkreistag
        • Gewerkschaften, Kirche, Parteien
      • Austausch innerhalb des Netzwerks
        • Best Practice-Beispiele
        • Ideen für Umsetzung
        • Vermittlung von Ansprechpartnern (z.B. in Verwaltungen)
        • regelmäßige Treffen
          • Untergruppen zu Unterthemen
          • mindestens jährliches Gesamttreffen